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Turnier|Archiv
Archiv der DDV-Ranglistenturniere aus dem Jahr 2006:

 
German Gold Cup Dortmund Open Deutsche Meisterschaft German Open Vilsbiburg
German Masters Berlin Hamburg Gelsenkirchen
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19./21. Mai 2006 DDV-Ranglistenturnier in Vilsbiburg

Colin Rice mit Sieg in Vilsbiburg an Spitze zurück, Michelle Sossong siegt erstmals

Vom 19. bis 21. Mai 2006 fand zum 2. Mal ein DDV-Ranglistenturnier im Bayerischen Vilsbiburg statt. Am Samstag sicherte sich dabei Colin Rice (Bochum) den Titel im Herreneinzel vor Johann Honner (Hannover). Das Finale im Dameneinzel gewann Michelle Sossong (Bochum) gegen Sabrina Spörle (Walldorf). Die Jugendtitel holten am Sonntag Daniel Zygla (Hamburg) und Kerstin Lederbogen (Bochum) vor Daniel Lorber (Geisenhausen) und Jenny Lieverkus (Wuppertal). Ebenfalls am Sonntag gewannen Tupuschis/Wieggrebe (Mülheim) das Herrendoppel vor Hawlitzky/Schneider (Wuppertal/Bochum). Im Damendoppel holten Herpel/Strauch (Kirchheim/Bruchköbel) den Titel gegen Männel/Spörle (Flörsheim/Walldorf). Bereits am Freitagabend siegten N.Männel/O.Tupuschis im beliebten Begrüßungs-Mixed vor B.Kröckel/C.Rice.

Colin Rice und Michelle Sossong gewannen am Samstag die Einzeltitel in Vilsbiburg

Männel/Tupuschis verteidigen Warm-Up-Mixed-Titel
Die Meldezahlen bei der 2. Auflage des Vilsbiburger DDV-RLTs waren ausgesprochen erfreulich. So gingen in den Einzeln am Samstag mit 224 Herren und 70 Damen 34,3% mehr Teilnehmer an den Start als noch bei der Premiere im Vorjahr. Auch in den Doppeln gab es am Sonntag mit 84 Herrenzweiern und 29 Damenduos einen Zuwachs von 15,3%.

Bereits am Freitagabend traf man sich in der wunderschönen Festhalle Vilsbiburg zum üblichen Begrüßungsturnier, bei dem wie im Vorjahr Mixed-Doppel gespielt wurde. Es traten mit 45 gemischten Paaren etwas weniger Starter ans Oche als im Vorjahr, das Feld war aber von erlesener Qualität

Die Bochumer Trixi Kröckel und Colin Rice setzten sich im einen Halbfinale 3:2 gegen die Norddeutschen Andrea Beushausen und Johann Honner durch, während die Vorjahressieger Nicole Männel (Flörsheim) und Olaf Tupuschis (Mülheim) ebenfalls 3:2 gegen Benita Göbel und Andreas Kröckel aus dem Ruhrpott gewannen. - Im Endspiel verteidigten dann Männel/Tupuschis ihren Mixed-Titel, als sie im Finale mit 4:3 gegen Kröckel/Rice gewannen.

Nicole Männel und Olaf Tupuschis verteidigten ihren Titel bei Mixed-Begrüßungsturnier erfolgreich

Einige Cracks im Herreneinzel früh draußen
Am Samstagmorgen um 10.00 Uhr ging es für die 224 im Herreneinzel gemeldeten Spieler richtig los. Man ging zunächst in 16 Doppel-KO-Runden an den Start. Von den gesetzten Spielern mußten gleich 2 bereits in Runde 1 eine Niederlage hinnehmen. So verlor Michael Lemmes gegen Stefan Maurer (Vilsbiburg) und wenig später auch in der Loserrunde gegen Thomas Liebau (Nürnberg).

Auch DDV-Nr. 1 Marko Puls verlor sein Erstrundenspiel gegen Ex-Jungen-Nr. 1 Danny Klimek (Bochum). Er konnte sich aber über die Loserrunde bis ins Gruppenfinale spielen, wo Marko allerdings mit 3:1 und 0:3 gegen Heiko Flack (Bruchköbel) ausschied.

Mit Tomas Seyler und Andree Welge waren auch die beiden zur PDC gewechselten Weser-Cracks wieder am Start. Shorty Seyler verlor gleich in Runde 2 gegen den Neu-Bremer Karsten Kornath und dann in der Loserrunde auch noch gegen Thomas Prokosch (Vilsbiburg). Andree überstand zwar die Gruppenspiele, musste sich aber im Achtelfinale mit 0:3 Jörg Goga geschlagen geben.

Zurück zu Runde 2: Marcus Schulte verlor gegen Peter Lange (Berlin) und danach im Loserfinale mit 1:2 gegen Matthias Hanitsch aus Gießen. Stephan Schneider musste erst eine Niederlage gegen Sven Flück (Neunkirchen) und dann gegen Richard Moser, den Schriftführer des Veranstalters, hinnehmen.

In den 16 Gruppenfinals der Sieger aus Gewinner- und Verliererrunde wurde gleich 8 Mal ein 2. Match nötig, da das erste an den Sieger der Loserrunde ging. Allerdings schaffte es nur Jörg Goga mit 3:0 und 3:2 gegen Herbert Meinl aus Vilsbiburg auch das 2. Spiel zu gewinnen und so das Einfach-KO-Achtelfinale zu erreichen. Setznummer 4 Karsten Wieggrebe unterlag hier mit 2:3 gegen Jürgen Steiner (Ebern), zuvor hatte er in der Gruppe mit 2:3 gegen Georg Pröll (Nürnberg) verloren.

Mit Stefan Maurer und Wolfgang Piegsa belegten zwei Bayern den 3. Platz im Herreneinzel

Erstes Einzelfinale für Johann Honner
Erst unter den letzten 16 musste sich der Hamburger Jugendliche Daniel Zygla mit 2:3 gegen den Puls-Bezwinger Heiko Flack geschlagen geben. Olaf Tupuschis musste hier eine 2:3 Niederlage gegen WoPi Piegsa hinnehmen, der im Spiel zuvor (wie schon in der Gruppe) gegen den Spring-Cup-Dritten Michael Mieslinger gewonnen hatte. Auch DDV-Nr. 3 Andreas Kröckel schied hier 0:3 gegen Stefan Maurer aus.

Gegen Andy zum Felde konnte sich Hansi Honner dann im Viertelfinale mit 2:1 und 2:0 durchsetzen. Mit genau dem gleichen Ergebnis gegen Sven Flück setzte Stefan Maurer noch eins drauf und zog ins Halbfinale ein. Wolfgang Piegsa gewann den anderen Vergleich ungesetzter Spieler mit zweimal 2:1 gegen Heiko Flack. Einzig DDV-Nr. 2 Colin Rice musste im Duell zweier Gesetzter gegen Jörg Goga über alle 3 Sets gehen, bevor er 0:2, 2:1 und 2:0 siegte.

Colin brauchte dann auch im Halbfinale gegen Stefan Maurer 3 Sets um mit 2:1, 1:2 und 2:0 zu gewinnen. Johann Honner entschied das 2. Halbfinale gegen Wolfgang Piegsa mit 0:2, 2:0 und 2:0 für sich.

Colin Rice gewann das 1. Leg des Finales mit einem 16-Darter, Johann Honner glich in 19 Pfeilen aus. Das Set ging dann mit einem weiteren 16-Darter an Colin. Im 2. Set war es dann umgekehrt: Hansi startete mit einem 19-Darter, Colin glich in 15 Pfeilen aus, und Johann holte das Set mit einem erneuten 19-Darter.

Das 3. Set zog sich dann Colin an Land, wobei er 24 und 18 Darts spielte. Auch im 4. Set ging Colin mit einem 16-Darter in Führung, die Hansi diesmal aber nach weiteren 20 Pfeilen ausglich. Johann verpasste dann im 3. Leg ein Bullfinish, was Colin dazu nutzte mit einem 18er zum 2:1, 1:2, 2:0 und 2:1 Titelgewinn zu checken. Die Finalaverages lagen bei 26.39 für Colin Rice und sogar bei 26.57 für Johann Honner.

Johan Honner unterlag in seinem ersten DDV-Einzelfinale gegen Colin Rice

Zwei Ex-Mädchen-Einser bestreiten das Damenfinale
Bei den 70 Damen  war DDV-Nr. 3 Marene Csepeli war zwar gemeldet, reiste jedoch nicht nach Vilsbiburg an. Andrea Beushausen musste sich in Runde 2 überraschend gegen Sandra Danner (Sonthofen) geschlagen geben und verlor dann im Loserhalbfinale gegen Nicole Hartmann (Bremen). Monique Leßmeister unterlag in Runde 3 gegen Monika Dirmeier (Regensburg) und dann im Loservorfinale gegen Andrea Herpel (Kirchheim).

Im Gewinnerfinale musste sich dann auch Neu-Nationalspielerin Nicole Männel von Astrid Kamm mit 3:1 ins Loserfinale schicken lassen, das Nickel dann gegen Mädchen-Nr. 1 Kerstin Lederbogen 0:2 verlor. Bei den acht Boardfinals der Sieger von Gewinner- und Verliererrunden gab es sogar in 5 Partien ein zweites Match.

Hierbei schafften es zwei Ladies aus der Loserrunde zurück ins KO-Viertelfinale zu kommen. Kerstin Lederbogen setzte sich 3:1 und 3:2 gegen Astrid Kamm durch. Sabine Kempter (Walldorf) schaffte das Gleiche mit 3:0 und 3:1 gegen Trixi Kröckel.

In den Viertelfinals gab es durchweg klare Ergebnisse. Überraschend konnte sich Petra Polmann bei ihren ersten DDV-RLT gleich mit 3:0 gegen die starke Jugendliche Benita Göbel durchsetzen, und Michelle Sossong gewann den Robin-Hood-Vergleich gegen Kerstin Lederbogen 3:1. Die beiden anderen Matches fielen jeweils mit 3:0 an die Favoritinnen, wobei DDV-Nr. 1 Bianka Strauch gegen Sabine Kempter gewann und Sabrina Spörle gegen Monika Dirmeier siegte.

Sabrina Spörle gewann dann das Halbfinale gegen Petra Polmann in 2 Sets mit 2:1 und 2:0. Über die vollen 3 Sets ging es zwischen Bianka Strauch und Michelle Sossong. Bianka gewann Set 1 mit 2:0, Michelle Set 2 mit dem gleichen Ergebnis. Mit einem 2:1 im 3. Set schoss sich dann Michelle ins Turnierfinale.

Hier trafen mit Michelle Sossong und Sabrina Spörle dann zwei ehemalige Nummern 1 der Mädchenrangliste aufeinander. Michelle gewann das 1. Leg in 23 Darts, Sabrina glich ebenfalls mit einem 23-Darter aus. Den Set holte dann Michelle mit einem 18-Darter. Der 2. Set ging dann in 32 und 24 Darts an Sabrina.

Auch im 3. Set war es ein total enges Match, wobei es Michelle Sossong war, die sich mit 23 und 30 Darts zum 2:1, 0:2 und 2:0 ihren ersten DDV-Einzeltitel (außer Jugend) sicherte. Die Averages des Finales lagen bei 20.32 für Michelle und bei 19.26 für Sabrina.

Sabrina Spörle ist trotz ihrer Finalniederlage gegen Michelle Sossong neue DDV-Nr. 1

Daniel Zygla spielte sich souverän zum Jungentitel
Am sonnigen Sonntag gingen 33 Junioren an den Start, das waren beinahe doppelt so viele wie im Vorjahr. Man spielte zunächst in 4 Einfach-KO-Gruppen. Zwar hatte es Jungen-Nr. 1 Kevin Münch es vorgezogen an diesem Sonntag im Herrendoppel zu starten, aber mit dem an 4 gesetzten Senkrechtstarter Daniel Zygla war schnell ein anderer Top-Favorit gefunden.

Der gab in den Gruppenspielen zunächst kein einziges Leg ab, bevor es im Gruppenfinale zur Neuauflage des Finales der Deutschen Meisterschaft kam. Erneut siegte Daniel Zygla gegen BDV-Jungen-Nr. 1 Muharrem Kutlu und stand nach diesem 3:1 im Halbfinale.

Jungen-Nr. 2 Michael Fey unterlag um Gruppenhalbfinale 2:3 gegen seinen Bochumer Kollegen Robin Tuchel. Für Alexander Glatthorn war bereits in Runde 2 mit 2:3 gegen Giuliano de Marinis (Leverkusen) Schluss, und auch Björn-Lars Schnelle verlor in Runde 2 mit 2:3 gegen Nicolai Lindenberger (Marktheidenfeld).

Daniel Zygla setzte sich dann im Halbfinale mit 2:0 und 2:1 gegen Jonas Kirchner (Marktheidenfeld) durch. Das Parallelspiel gewann etwas überraschend Lorber (Geisenhausen) mit 2:0 und 2:1 gegen Jungen-Nr. 6 Christopher Goga. - Im Bühnenfinale war dann Daniel Zygla der stärkere Spieler. Der Hamburger gewann 4 Legs hintereinander in 27, 24, 21 und 22 Darts zum 2:0 und 2:0 Erfolg. Er erreichte dabei einen Average von 21.32.

Daniel Lorber belegte im Einzel der männlichen Jugend Platz 2 hinter Daniel Zygla

Kerstin Lederbogen holt bei den Mädchen den Titel
Genau wie im Vorjahr gingen wieder exakt 7 Mädchen ins Turnier der Juniorinnen. In die erste von zwei Round-Robin-Gruppen (wo jeweils die ersten Beiden weiterkamen) waren die Lederbogen-Schwestern Kerstin und Britta gelost worden, und sie trafen auch gleich aufeinander, wobei Kerstin 3:1 siegte.

Kerstin gewann auch die anderen 2 Matches klar und stand im Halbfinale. Im letzten Gruppenspiel ging es zwischen Britta Lederbogen und Stefanie Haller (Vilsbiburg) um Platz 2. Stefanie nutzte den Heimvorteil und siegte 3:1. Platz 4 der Vierergruppe belegte Kim von Hollen (Diedersen).

Die Gruppe 2 bestand nur aus drei Mädels. Jenny Lieverkus gewann das Top-Match gegen Benita Göbel mit 3:1. Die beiden gewannen dann jeweils ihr 2. Spiel gegen Tasmin Gutsche (Waib), womit Jenny vor Benita ins folgende Halbfinale einzog.

Doch zuvor verletzte sich leider Benita Göbel, als sie mit dem Fuß umknickte, so unglücklich, dass sie das Halbfinale nicht spielen konnte. Kerstin Lederbogen kam kampflos weiter. Im anderen Halbfinale setzte sich Jenny Lieverkus knapp mit 3:2 gegen die Bayerische Schüler-Nr. 1 Stefanie Haller durch.

Auch im Endspiel, welches wie das der Jungen vorgezogen und zeitgleich mit den Halbfinals der Damendoppel ausgetragen wurde, ging es eng zu. Kerstin Lederbogen konnte sich mit 3:2 gegen Jenny Lieverkus durchsetzen und damit ihre Führung in der Mädchenrangliste noch weiter ausbauen.

Kerstin Lederbogen gewann das Mädcheneinzel vor Jenny Lieverkus

Andrea Herpel siegt im Damendoppel mit Bianka Strauch
Die 29 Damendoppel trafen ebenfalls am Sonntag in 2 Doppel-KO-Gruppen aufeinander. Bianka Strauch spielte diesmal mit Andrea Herpel (Kirchheim) zusammen, da ihre gewohnte Partnerin Marene Csepeli verhindert war. Auch mit der Ersatzfrau klappte es ganz ausgezeichnet. Man erreichte das Halbfinale auf direktem Weg.

Kröckel/Papendick verloren ihre Auftaktpartie in der gleichen Gruppe gegen Kamm/S.Lieverkus, konnten sich dann aber durch die gesamte Loserrunde kämpfen. Schließlich gewannen die Beiden auch noch das Loserfinale (erneut gegen Kamm/S.Lieverkus, die damit am Ende einen guten 5. Platz belegten), und standen im Halbfinale. Hier unterlagen Kröckel/Papendick dann allerdings mit1:2, 2:1 und 1:2 gegen Herpel/Strauch.

In der anderen Gruppe gewannen Männel/Spörle das Siegerfinale mit 3:1 gegen Oelke/Sossong, die sie dann im Halbfinale wieder trafen, nachdem die beiden Bochumerinnen zuvor das Loserfinale gegen Hartmann/Janßen gewonnen hatten. Männel/Spörle siegten im Halbfinale mit 2:0, 1:2 und 2:1 gegen Oelke/Sossong.

Herpel/Strauch brauchten im anschließenden Endspiel 32 und 35 Darts um Set 1 zu gewinnen (dazwischen ein 25-Darter ihrer Gegnerinnen). Set 2 holten Männel/Spörle in zweimal 19 Darts, nachdem Herpel/Strauch mit 33 Pfeilen in Führung gegangen waren. Im 3. Durchgang reichten Herpel/Strauch dann 2 Legs, um den Titel in 19 und 24 Darts zu gewinnen. Die Averages lagen bei 19.40 für Herpel/Strauch und bei 19.42 für Männel/Spörle.

Andrea Herpel und Bianka Strauch siegten im Vilsbiburger Damendoppel

Tupuschis und Wieggrebe entscheiden Herrendoppel für sich
Im Herrendoppel gab es unter den 84 Zweierteams eine Handvoll heißer Favoriten. Aber die Vorjahreszweiten Kröckel/Rice erwischten einen schwarzen Tag und verloren gleich ihr 1. Match gegen Daniel und Peter Woldrich (Regensburg). Zwar spielten sich die Beiden dann bis ins Finale ihrer Loserrunde, mußten sich dort aber mit Eppendorfer/Moser dann zwei weiteren Bayern endgültig beugen.

Marcel Schmidt und Jörg Goga erwischte es in Runde 2 gegen die Münchner Wolfgang Piegsa und Martin Degel. Im Loservorhalbfinale kam für die Beiden dann das endgültige Aus gegen Mochny/Schwarzer (Vilsbiburg). Als hätten die Bayern nicht bereits hinreichend bewiesen, dass sie daheim eine Macht sind, schickten Beß/Schwarz (Nürnberg) in Runde 2 auch noch Hawlitzky/Schneider in die Loserrunde, welche die beiden jedoch schadlos überstanden.

In den 8 Gruppenfinals waren es dann Hawlitzky/Schneider, die die als einziges Doppel der Loserrunde mit 3:1 und 3:0 an Beß/Schwarzer Revanche nahmen und das KO-Viertelfinale erreichten. Hier bezwangen die Zwei dann auch Seyler/Welge mit 1:2, 2:1 und 2:1.

Die übrigen 3 Viertelfinals gingen wie folgt aus: Nett/Lemmes siegten 2:0 und 2:1 gegen Bober/zum Felde, Puls/Schulte gewannen 2:1, 1:2 und 2:0 gegen Degel/Piegsa und Tupuschis/Wieggrebe setzten sich mit 2:1 und 2:0 gegen Greiter/Mieslinger durch.

Im Halbfinale konnten Tupuschis/Wieggrebe klar mit zweimal 2:0 gegen Puls/Schulte gewinnen. Schneider/Hawlitzky setzten sich mit 2:1 und 2:0 gegen Lemmes/Nett durch - zahlten aber einen hohen Preis dafür. Beim Abklatschen mit dem Gegner verletzte sich Stephan Schneider am Wurfarm dermaßen, dass jeder Wurf im anschließenden Finale zur Qual wurde.

Trotz seiner starken Schmerzen brach Stefan das Endspiel nicht ab. Wieggrebe/Tupuschis gewannen Set 1 in 18 und 22 Darts. In Set 2 gingen sie 1:0 in Führung (21 Darts), doch Schneider/Hawlitzky glichen in 19 und 15 Pfeilen nach Sets aus.

War das 1. Leg im 3. Set, das Wieggrebe/Tupuschis in 26 Darts holten, noch eng, so gingen die nächsten 3 Legs in 21, 16 und 21 Pfeilen klar zum 2:0, 1:2, 2:0 und 2:0 Titelgewinn an die Mülheimer. Der Average von Tupuschis/Wieggrebe lag bei 25.14, Hawlitzky/Schneider erreichten 21.18.

Die ddz bedankt sich beim Vilsbiburger Ausrichter für die vorbildliche Unterstützung vor, während und nach dem Turnier, besonders bei Klaus Haslbeck, Ibo Kutlu und Richard Moser - sowie bei Olaf Porst und Jochen Becker für das Schreiben der Scoresheets.

Olaf Tupuschis gewann mit Karsten Wieggrebe das Herrendoppel-RLT

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)

22./23. April 2006 German Open in Bochum

Gary Anderson holt 2. German-Open-Titel, Carla Molema erstmals bei WDF-RLT vorn

Die 18. WDF German Open war vom 21. bis 23. April 2006 wieder nach Bochum zurückgekehrt und wurde ein voller Erfolg. Gary Anderson gelang es das Herreneinzel bereits zum 2. Mal zu gewinnen. Im Finale bezwang der Schotte Englands Martin Adams. Zum 1. Mal überhaupt konnte die junge Holländerin Carla Molema ein WDF-RLT gewinnen, als sie sich im Finale gegen ihre Landsfrau Francisca Hoenselaar durchsetzte. Bei der Jugend gewann Kevin Münch den Titel vor Jiri van der Horst (Holland), und Priscilla Groeneweg (Holland) siegte vor Benita Göbel. Das Endspiel des Herrendoppels war eine rein Holländische Angelegenheit, wobei sich Gerritsen/Wensink gegen Blijs/Max durchsetzten. Das Damendoppel schließlich gewannen Erades/Hoenselaar (Holland) vor Fegert/Spörle.

Gary Anderson wiederholte seinen Sieg von 2004, Carla Molema gewann ihr erstes WDF-RLT

Beste Stimmung schon beim Warm-Up-Doppelturnier
Nachdem der Bochumer Veranstalter wegen der Vorkommnisse des letzten Jahres die German Open zunächst nicht mehr austragen wollte, hatte man sich dann aber doch dazu entschieden sich dieses Traditionsturnier von einigen wenigen schwarzen Schafen nicht kaputtschlagen zu lassen.

Ein neuer Spielort, an dem sich ein optimiertes Sicherheitssystem umsetzten ließ, musste her und wurde mit den Städtischen Sporthallen an der Harpener Heide in Bochum gefunden, wo 80 Boardanlagen aufgebaut waren. Jürgens Dartservice hatte eigens für diese Veranstaltung seine Anlage auf 80 Bahnen erweitert.

Die Rückkehr nach Bochum sowie der neue Spielort wurde von den Teilnehmern allerbestens angenommen und insbesondere für die geräumige, helle und freundliche Turnierhalle gab es jede Menge Lob von Spielern wie Zuschauern, die einmal mehr zu einem sehr großen Anteil aus dem Ausland angereist waren.

So kamen die 1198 Herren und 255 Damen der Einzelwettbewerbe in etwa zur Hälfte (49,1%) aus dem europäischen Ausland. Allein die Holländer stellten dabei mit bemerkenswerten 30,1% ein knappes Drittel der gesamten Starter.

Den Auftakt bildete am Freitagabend das traditionelle Warm-Up-Doppelturnier, bei dem sich die Teilnehmer schon einmal für die offiziellen Wettbewerbe der beiden folgenden Tage akklimatisieren können, und Gelegenheit haben die ausgehängten Spielpläne der Einzelwettbewerbe zu studieren.

Es strömten 157 Doppel in die Halle, das sind nur 4 weniger als im Vorjahr. Die Vorjahressieger Kröckel/Lemmes mußten sich unter den letzten 32 mit 2:3 gegen die jungen Niederländer Verhoeven/van Dun geschlagen geben. Diese beiden gewannen dann auch im Achtelfinale mit 3:2 gegen die starken Österreicher Pein/Suljovic, bevor sie sich im Viertelfinale mit 0:3 gegen Seyler/Welge geschlagen geben mussten, die eigens für das Warm-Up angereist waren.

Einen tollen Lauf hatten die Bonner Jimmy Kerasovitis und Ralf Thielen. Sie bezwangen im Viertelfinale die Helmstädter Homann/White 3:0. Klimek/Münch (Bochum) unterlagen hier 2:3 gegen Thompson/Waites (England).

Im Halbfinale trafen die beiden verbliebenen Deutschen Paare aufeinander, wobei sich Tomas Seyler und Andree Welge mit 3:2 gegen Kerasovitis/Thielen durchsetzten. Zeitgleich siegten Thompson/Waites gegen die aus Holland angereisten Peel/Mac. - Wie im Vorjahr blieb für Seyler/Welge am Ende nur Platz 2, denn sie mußten sich im Endspiel mit 1:3 gegen Gerry Thompson und Chris Waites geschlagen geben.

Das Warm-Up-Doppel am Freitag war eine willkommene
Gelegenheit sich am neuen Spielort zu akklimatisieren

Europas Elite startete so gut wie komplett im Herreneinzel
Am Samstagmorgen um 10.00 Uhr wurde der offizielle Teil des Turniers von Turnierleiter Dietmar Ernst eröffnet. Für das Herreneinzel hatten 1198 Spieler gemeldet, darunter unglaubliche 41 der Top-50 aus der WDF-Weltrangliste. Es fehlten nur 7 Spieler aus Übersee und 2 Europäer.

In Runde 2 musste sich WDF-Nr. 2 Tony Eccles gegen Hollands Hans Blijs verabschieden, und Stephen Bunting unterlag gegen Ronnie Peel (Holland). Michael Rosenauer, der die beiden letzten DDV-RLTs gewonnen hatte, schied hier überraschend mit 0:3 gegen Ralph Lehmberg aus Bruchköbel aus.

In Runde 3 schaffte Matthias Hanitsch (Gießen) die Sensation, als er gegen den englischen Top-Crack Darryl Fitton gewann. Andy Kröckel unterlag hier überraschend gegen Hollands Dylan van Beek, und Mensur Suljovic musste sich dem Vorjahressieger Paul Hanvidge mit 0:3 beugen.

Im Boardhalbfinale musste sich World-Cup-Einzelsieger Dick van Dijk aus Holland mit 0:3 gegen Ex-Winmau-Sieger John Boy Walton geschlagen geben, und mit Tony West unterlag noch ein weiterer Winmau-Sieger 0:3 gegen Bas Smits (Holland). Auch der Lakeside-Sieger Jelle Klaasen verabschiedete sich hier mit 1:3 gegen seinen holländischen Landsmann (und Doppelpartner!!) Michael van Gerwen.

Im Boardfinale der letzten 128 erwischte es mit Mervyn King auch die WDF-Nr. 1. Er unterlag unerwartet mit 1:3 gegen Theo Bekker (Holland). Mit Andy Fordham schied hier auch einer der beliebtesten englischen Top-Spieler mit einem 0:3 gegen den Dänen Peter Sönderby aus. - Colin Rice unterlag knapp mit 2:3 gegen Hollands Ex-Jugend-Crack Ron Meulenkamp, und Marko Puls schied überraschend mit 2:3 gegen den Berliner James Adams-Bosch aus.

Damit standen die 64 Boardsieger fest, die nun aufeinander trafen. Der zweifache German-Open-Sieger Ted Hankey musste sich hier mit 1:3 gegen Tony O´Shea geschlagen geben, und Englands Tony Martin unterlag gegen Hollands Albertino Essers.

Unter den letzten 32 standen nur noch 3 DDVler. Dabei musste sich Rainer Haaß (Oer-Erkenschwick) mit 0:3 gegen Michael van Gerwen geschlagen geben. Im direkten Vergleich der beiden anderen DDVler unterlag Michael Birchley (Mülheim) mit 1:3 gegen den bislang (noch) wenig bekannten Thorsten Selve aus Iserlohn.

Echte Knallerpartien gab es dann im Achtelfinale. Hier unterlag Shaun Greatbatch 0:3 gegen Ronnie Peel, Martin Atkins verlor 2:3 gegen Michael van Gerwen, John Walton musste sich gegen Tony O´Shea 2:3 geschlagen geben, Robert Wagner schied 2:3 gegen Ron Meulenkamp aus, und Titelverteidiger Paul Hanvidge musste das Turnier mit 1:3 gegen Martin Adams beenden. Mit 2:3 unterlag auch Thorsten Selve, der letzte verbliebene Deutsche, gegen Brian Sörensen - und belegte damit einen guten 9. Platz

Im Viertelfinale wurde dann best-of-3-sets-of-3-legs gespielt. Nur das Match zwischen Ronnie Peel und Tony O´Shea ging über die volle Distanz, wobei Ronnie sich mit 2:0, 1:2 und 2:1 durchsetzen konnte. Klar mit zweimal 2:0 siegte Gary Anderson gegen Brian Sörensen. Martin Adams setzte sich mit 2:1 und 2:0 gegen Ron Meulenkamp durch, und Michael van Gerwen gewann mit 2:0 und 2:1 gegen Herben Gerritsen.

Ronnie Peel und Michael van Gerwen teilten sich Platz 3 im Herreneinzel

Gary Anderson gewinnt Weltklassefinale gegen Martin Adams
Die Halbfinals wurden diesmal bereits auf der Bühne gespielt, und das war auch gut so. Im ersten Match gewann Ronnie Peel das 1. Leg zwar in 22 Darts gegen Martin Adams, kam dann aber nie wieder unter 100 Rest. Adams gewann die nächsten beiden Legs in 13 und 17 Darts. Set 2 begann Martin mit einem 12-Darter (100, 180, 100 - 121er-Finish!) und spielte gleich noch einen 15-Darter zum 2:1 und 2:0 Sieg hinterher. Martins Average lag bei satten 30.83, Ronnie erreichte 25.09.

Das zweite Halbfinale, war sogar noch besser! Michael van Gerwen gewann das 1. Leg in 14 Darts, doch Gary Anderson glich danach mit einem 16-Darter aus. Es war dann aber doch Michael, der das Set mit einem erneuten 14-Darter einfuhr.

In Set 2 ging Gary nach 21 Darts in Führung und spielte dann einen 12-Darter (140, 140, 130 - 25/16/Bulls-Eye) zum Setausgleich hinterher. Im 3. Set ging Gary mit 16 Darts in Führung und Michael glich mit 13 Pfeilen aus. Doch dann war es Gary, der mit einem 15-Darter zum 1:2, 2:0 und 2:1 Sieg ins Finale einzog. Die Super Averages lagen bei 32.30 für Gary und bei 31.91 für Michael!

Kaum zu glauben, aber wahr: Das von Carsten Arlt ausgezeichnet gecallte Finale wurde sogar noch besser. Von den 15 gespielten Legs wurde nur eins mit mehr als 15 Darts beendet! Martin Adams startete mit einem 15-Darter, doch Gary Anderson holte sich das Set in nachfolgenden 13 und 15 Pfeilen. Set 2 ging in 15 und 16 Darts an Gary, der mit 2-0 Sets führte.

Gary spielte in Set 3 einen 15-Darter und brauchte noch ein Leg zum Titelgewinn. Doch Adams legte nun sagenhafte 12 (180, 140, 170 - 11 in 3) und 11 (140, 100, 180 - 81 in 2) Darts hin um dieses Set doch noch zu gewinnen! Gary ging im 4. Set mit 17-Darts in Führung, doch Martin spielte dann zwei 13-Darter zum 2-2 Setausgleich.

Der 5. Set musste nun mit 2 Legs Vorsprung gewonnen werden. Gary ging mit einem 15-Darter in Führung, doch Martin glich in 14 Pfeilen aus. Ein 12-Darter von Gary mit 148er-Finish brachte ihn 2:1 in Führung und mit einem anschließenden 15-Darter zum 2:1, 2:0, 1:2, 1:2 und 3:1 sicherte sich Gary Anderson den Titel. Sein Klasse Average lag bei 30.92, Verlierer Martin Adams erreichte sogar 32.40! Anderson erzielte im Finale vier 180er, Adams steuerte zwei Maximums bei.

Martin Adams belegte nach einem Weltklassefinale im Herreneinzel Platz 2 hinter Gary Anderson

Carla Molema siegt in holländischen Finale gegen Francisca Hoenselaar
Bei den 255 Dameneinzeln waren 10 WDF-Top-15-Ladies am Start. DDV-Nr. 1 Bianka Strauch konnte zwar ihr schweres Auftaktspiel gegen Irina Armstrong (Holland) gewinnen, doch in Runde 2 musste sie sich mit 2:3 gegen die holländische Top-Jugendliche Chantal Snijders geschlagen geben.

Im Boardhalbfinale dezimierten sich die internationalen Ladies untereinander, als Rilana Erades (Holland) 1:3 gegen Sandra Pollet (Belgien) verlor, Carina Ekberg (Schweden) 2:3 gegen Ebel Molema (Holland) unterlag und Inita Bite (Lettland) sich mit 2:3 gegen Karin Krappen (Holland) geschlagen geben musste.

Zwei Boardfinals waren aus Deutscher Sicht ganz besonders interessant. Zum Einen musste sich Ex-DDV-Nr. 1 Heike Ernst mit 2:3 gegen Ellen van den Berg (Holland) geschlagen geben. Zum Anderen siegte Patty Müller (Berlin) mit 3:2 gegen die holländische Nationalspielerin Karin ten Kate. Maud Jansson (Schweden) unterlag hier mit 1:3 gegen die holländische Jugend-World-Cup-Siegerin Carla Molema.

Im Achtelfinale gab es dann keine Überraschungen. Leider schieden hier die letzten 3 DDVlerinnen aus. Patty Müller unterlag 1:3 gegen Top-Favoritin Francisca Hoenselaar, Sandra Fiedler (Bremen) verlor 2:3 gegen Rachna David (Norwegen) und DDV-Nr. 3 Marene Csepeli musste sich mit 0:3 Dee Bateman (England) beugen.

Das Viertelfinale hatte dann 2 Überraschungen parat. WDF-Nr. 2 Karin Krappen unterlag 1:3 gegen Dee Bateman, jedoch ihre Holländische Landsfrau Carla Molema siegte mit 3:1 gegen die hoch gewettete Anastasia Dobromyslova  aus Russland.

Auch die Damenhalbfinals wurden bereits auf der Bühne ausgetragen. Francisca Hoenselaar ging gegen Sandra Pollet mit einem 14-Darter in Führung, doch Sandra glich in 18 Pfeilen aus. Francisca gewann dann das Set mit einem weiteren 15-Darter. Mit 23 und 17 Darts holte sich Francisca dann auch Set 2 zum 2:1 und 2:0 Erfolg (Averages: Hoenselaar 27.95 - Pollet 22.85).

Dee Bateman ging im 2. Halbfinale mit einem 18-Darter in Führung, doch Carla Molema holte das Set mit den folgenden 22 und 23 Pfeilen. Set 2 ging dann in 15 und 17 Darts an Dee, die dabei Finishes von 106 und 94 erzielte. Dee ging auch im 3. Set 1:0 in Führung. Nach 12 Darts (incl. 180) stand Dee Bateman im nächsten Leg auf 16 Rest, konnte aber 6 Matchdarts nicht nutzen. Carla glich mit einem 17-Darter aus und zog mit dem folgenden 26-Darter zum 2:1, 0:2 und 2:1 Erfolg ins Finale ein (Av.: Bateman 24.22 - Molema 24.20).

Das Finale verlief dann anders als erwartet. Carla Molema holte Leg 1 in 23 Darts, Francisca Hoenselaar glich in 14 Pfeilen aus, doch es war Carla, die mit einem 21-Darter Set 1 gewann. In Set 2 lag Francisca dann überraschenderweise punktemäßig jeweils weit zurück und Carla sicherte sich ihren ersten WDF-RLT-Titel mit 17 und 14 Darts zum 2:1 und 2:0. Carlas Average lag bei ganz beachtlichen 26.50, Francisca erreichte 24.81 Punkte pro Dart und warf außerdem eine 180.

WDF-Nr. 3 Francisca Hoenselaar unterlag im Damenfinale
gegen Jugend-World-Cup-Siegerin Carla Molema

Kevin Münch holt Jungentitel vor Jiri van der Horst
Von den 151 Teilnehmern beim Einzel der männlichen Jugend kamen über 100 aus unserem Nachbarland Holland - aber auch 6 junge Dänen und ein Österreicher waren am Start. Lediglich 4 Deutsche konnten die Runde der letzten 32 erreichen. Dort unterlag der frisch gebackene Deutsche Jugendmeister Daniel Zygla mit 0:3 gegen Jiri van der Holst, Alexander Sonnenberg verlor 1:3 gegen Sven van Dun, und Alexander Glatthorn schied gegen Mike Zuydwijk mit 2:3 aus. Alle ihre Gegner kamen - wie könnte es auch anders sein - aus Holland.

DDV-Jungen-Nr. 1 Kevin Münch gab auf seinem Weg ins Achtelfinale nur ein einziges Leg ab und gewann dort mit 3:2 gegen Danny Engthuijsen. Wie gut Kevin drauf war, zeigt dann besonders auch sein 3:0 im Viertelfinale gegen Jerry Hendriks. Das Halbfinale war dann eng, auch wenn Kevin nur 2 Sets brauchte um gegen Danny van der Veen mit zweimal 2:1 zu gewinnen. Das 2. Halbfinale konnte der noch sehr junge Jiri van der Horst mit 2:1, 1:2 und 2:0 gegen Danny van der Veen für sich entscheiden.

Im Finale begann Jiri van der Horst sehr stark und holte Set 1 in 19 und 14 Darts. Als Kevin dann auch das 1. Leg im 2. Set abgeben musste (21 Darts), sah es übel aus für den Deutschen. Doch nun legte Kevin einen 13-Darter (100, 180, 140, 41 - Tops sofort) hin! Dennoch hatte Jiri im 3. Leg seinen ersten Matchdart, den er aber vergab - Kevin machte zum 22-Darter dicht: Setausgleich!

Ein 21-Darter brachte Jiri im letzten Set in Führung, doch dann vergab er weitere 5 Matchdarts, was Kevin mit einem 26-Darter nutzen konnte. In 24 und 19 Darts erspielte sich Kevin dann die nötigen 2 Legs Vorsprung zum 0:2, 2:1 und 3:1 Titelgewinn. Die Averages dieses sehr spannungsgeladenen Matches lagen bei 24.01 für Kevin und 22.72 für Jiri.

Der junge Holländer Jiri van der Horst wurde im Jungeneinzel Zweiter hinter DDV-Nr. 1 Kevin Münch

Priscilla Groeneweg Mädchensiegerin vor Benita Göbel
Die 31 Mädchen spielten in zwei Doppel-KO-Gruppen und die DDV-Top-3 präsentierten sich stark. In Gruppe 1 unterlag Kerstin Lederbogen erst im Siegerfinale 2:3 gegen Priscilla Groeneweg aus Holland, spielte sich dann aber durch einen 2:0 Sieg gegen die erneut starke Kim van Hollen (Diedersen) zurück bis ins Gruppenfinale. Hier unterlag sie knapp mit 2:3 gegen die aus der Siegerrunde kommende Priscilla Groeneweg und wurde Dritte.

In Gruppe 2 verlor Jenny Lieverkus erst in Runde 3 gegen Nienke de Lange (Holland) mit 2:3 und dann in der Loserrunde 0:2 gegen Thea Kaaijk (Holland). Am besten lief es für Benita Göbel, die ihre ersten 3 Spiele souverän zu Null gewann und dann auch im Gewinnerfinale 3:2 gegen Nienke de Lange siegte. Da Benita dann aber das Gruppenfinale gegen die aus der Loserrunde kommende Thea Kaaijk 2:3 verlor wurde, wie beim Doppel-KO vorgegeben, ein zweites Spiel notwendig. Dieses gewann Benita mit 3:2 und stand im Mädchenfinale der German Open!

Benita konnte hier nicht mehr ganz an ihre zuvor gezeigten großartigen Leistungen anknüpfen und gab Set 1 an Priscilla Groeneweg ab, die 19 und 27 Darts spielte. Ein 27-Darter brachte Priscilla dann auch das 1:0 in Set 2, was Benita mit einem 23-Darter nun aber ausglich. Benita konnte dann aber im 3. Leg 7 Checkdarts nicht nutzen, was Priscilla zum 29-Darter und damit zum Titelgewinn mit 2:0 und 2:1 ausnutzte. Die Averages lagen bei 19.66 für Priscilla und bei 17.33 für Benita.

Benita Göbel wurde wie im Vorjahr Zweite bei den Mädchen, diesmal hinter Priscilla Groeneweg

Erades/Hoenselaar siegen im Damendoppel vor Fegert/Spörle
Den Kampf um den Titel im Damendoppel nahmen am Sonntag 107 Gespanne auf. Sofort in Runde 1 mußten sich 3 starke DDV-Doppel geschlagen geben. Ehlen/Kröckel unterlagen gegen Michelle Münch und Silke Göbel, Fiedler/Fiedler verloren gegen das DDV-Top-Doppel Csepeli/Strauch und die Bremerinnen Hartmann/Janßen schieden gegen die Däninnen P.Andersen/A.Hansen aus.

Im Boardfinale bezwangen Csepeli/Strauch die englisch-schweizer Kombi aus Collen Hunt und Sabine Beutler. Silies/Schipp setzten sich gegen Haller/M.Sossong durch. - Im Achtelfinale sind besonders 2 Ergebnisse erwähnenswert. Zum Einen packten Silies/Schipp mit dem 3:1 Erfolg gegen die Däninnen Andersen/Eggertsen noch eins drauf; zum Anderen konnten die Däninnen Funck/Moesgard die osteuropäische Mitfavoritenkombi Bite/Dobromyslova mit 3:1 besiegen.

Zwei DDV-Doppel standen damit noch unter den letzten Acht. Csepeli/Strauch mußten sich vom Ergebnis her klar mit 0:3 gegen die Schwedinnen Ekberg/Jansson beugen, und auch Silies/Schipp erreichten nach einer knappen 2:3 Niederlage gegen Bakker/Krappen (Holland) den 5. Platz

Sabrina Spörle spielte diesmal mit Simone Fegert zusammen und die beiden harmonierten hervorragend. Nachdem sie im Viertelfinale mit 3:0 gegen Funck/Moesgard gewonnen hatten, legten sie im Halbfinale noch ein 3:0 gegen die favorisierten Bakker/Krappen hin und standen im Endspiel! Gegnerinnen dort waren Hollands Erades/Hoenselaar, die mit Siegen über die Britinnen Bateman/Hepburn (3:0) und danach Ekberg/Janssen (3:1) ins Finale gekommen waren.

Erades/Hoenselaar gewannen die ersten zwei Legs klar in 23 und 14 Darts. Doch ein souveräner 18-Darter brachte Simone und Sabrina den 1:2 Anschluss. Als man dann auch noch das Doppelschießen in Leg 4 in 34 Pfeilen gewinnen konnte, stand es 2:2.

Im entscheidenden 5. Leg standen die DDV-Mädels dann auf 68 Rest, als Francisca Hoenselaar 63 zum 3:2 Titelgewinn dichtmachte (20 Darts). Die Averages sprachen trotz des knappen Resultates recht klar für die Siegerinnen Rilana Erades und Francisca Hoenselaar, die 21.37 erreichten, während Simone Fegert und Sabrina Spörle 18.82 Punkte pro Dart erzielten.

Den Titel im Damendoppel gewannen die Favoritinnen Francisca Hoenselaar und Rilana Erades

Gerritsen/Wensink bezwingen im Doppelfinale Blijs/Max
Bei den 420 Herrendoppeln, die am Sonntag an den Start gingen, fehlte zwar der eine oder andere Top-Spieler vom Vortag, eine ganze Reihe waren aber noch dabei. So auch Ted Hankey, der als Albertino Essers´ Partner für Vincent van der Voort eingesprungen war. Die beiden unterlagen aber gleich in der ersten Runde gegen Sönderby/Zaar (Dänemark). Ebenfalls in Runde 1 hatte es die Deutschen Doppelmeister Hawlitzky/Schneider gegen die Belgier Van Ballaert/van der Rijk erwischt.

Ansonsten gab es relativ wenige Überraschungen. Auch das Aus für die DDV-Nummern 1 und 2 Rice/Kröckel gegen die Saarländer Mauderer/Flück war zwar bemerkenswert, aber nicht unbedingt eine Sensation. Flück/Mauderer bezwangen danach im Boardfinale auch noch die Schotten Hanvidge/Stevenson glatt mit 3:0.

Unter den letzten 32 verloren Flück/Mauderer 0:3 gegen die Belgier Hellebreckers/Rooskens und auch Lakeside-Sieger Jelle Klaasen musste sich mit Michael van Gerwen 2:3 gegen Kennedy/McDonald geschlagen geben. Drei DDV-Doppel standen noch im Achtelfinale, wobei Rauch/Rosenauer 0:3 gegen die Schotten Kennedy/McDonald unterlagen. Tupuschis/Wieggrebe verloren hier ebenfalls 0:3 gegen Blijs/Max (Holland). Die Beiden hatten allerdings in einer der vorangegangenen Runden einen 9-Darter auf der Hand gehabt. Karsten Wieggrebe begann mit einer 180, Olaf Tupuschis warf eine 180 hinterher und dann traf Karsten Treble-20, Treble-19 ... und verpasste dann die Doppel-12 zum 9-Darter - das tat weh ... aber trotzdem super gespielt!

Karsten Wieggrebe und Olaf Tupuschis verpassten im Doppel knapp das perfekte Spiel

Puls/Schulte setzten ihren bemerkenswerten Siegeszug der letzten Monate mit einem 3:1 gegen De Ruiter/Meulenkamp fort, und sie gewannen dann auch noch im Viertelfinale mit 3:1 gegen Kennedy/McDonald.

Eine bittere 0:3 Niederlage mußten hier die Top-Favoriten King /Adams gegen Blijs/Max hinnehmen. Auch Anderson/Robson schieden 1:3 gegen Gerritsen/Wensink (Holland) aus. Sönderby/Zaar schließlich erreichten das Halbfinale über ein 3:2 gegen die Briten Derbyshire/Lindley.

Im Halbfinale mußten sich Sönderby/Zaar dann mit 1:2 und 0:2 gegen Gerritsen/Wensink geschlagen geben. Puls/Schulte gewannen gegen Blijs/Max Set 1 mit 2:0 und gaben den zweiten 0:2 ab. Um Haaresbreite verpassten sie dann das Finale als sie im 3. Set 1:2 verloren und damit Platz 3 belegten.

Es kam zum rein Holländischen Finale, in dem zunächst Hans Blijs und Edwin Max, die Set 1 in 23 und 19 Darts gewannen, schon ein wenig wie die Sieger aussahen. Doch Herben Gerritsen und Mark Wensink sicherten sich Set 2 mit zweimal 20 Darts, wobei Blijs/Max dazwischen einen 19-Darter spielten.

Im 3. Set standen Blijs/Max dann auf 36 bzw. 20 Rest, als Gerritsen/Wensink mit 19 bzw. 17 Pfeilen zum 0:2, 2:1 und 2:0 Titelgewinn checkten, wobei sie einen Average von 24.81 spielten. Die Vizesieger Blijs/Max erreichten sogar 25.30 Punkte pro Dart.

Damit ging eine gelungene Veranstaltung zu Ende, für die der Ausrichter viel Lob von den Teilnehmern erntete. Der 1. DSC Bochum e.V. möchte sich an dieser Stelle recht herzlich bei seinen Partnern - Herrn Stiens von der Firma Bull´s, Jürgen Lechtken von der Firma Jürgen´s Dartservice und Marcel Schmidt von der Firma Graphitex - bedanken.

Großer Dank gilt natürlich auch den zahlreichen tatkräftigen Helfern aus vielen Vereinen ganz Deutschlands - und nicht zuletzt all den gut gelaunten Teilnehmern, welche die German Open 2006 zu einem friedlich-freundschaftlichen internationalen Fest der Dartspieler europäischer Nationen machten. - Auf Wiedersehen bei der 19. German Open 2007!

Herben Gerritsen und Mark Wensink gewannen das rein Holländische Herrendoppel

 Bericht und Fotos von Volker Hatlauf

18./19. März 2006 Deutsche Meisterschaften Kirchheim unter Teck

Michael Rosenauer und Marene Csepeli sind neue Deutsche Einzelmeister

Zum 26. Mal fanden am 18./19. März 2006 die Deutschen  Einzelmeisterschaften statt. Für den Baden-Württembergischen Ausrichter Kirchheim unter Teck war es das 3. Mal. Freitagabends  gewann Andreas zum Felde das Begrüßungsturnier vor Colin Rice. Am Samstag wurde dann Michael Rosenauer neuer Deutscher Einzelmeister vor dem erst 15-jahrigen Sensationsfinalisten Daniel Zygla aus Hamburg. Damenmeisterin wurde Marene Csepeli vor ihrer Doppelpartnerin Bianka Strauch. Die beiden gewannen dann am Sonntag auch noch die Deutsche Two-Person-Team-Meisterschaft der Damen vor Monique Leßmeister und Stephanie Ohliger. Bei den Herren erspielten sich Markus Hawlitzky und Stephan Schneider den Two-Person-Titel. Deutsche Jugendmeister wurden Daniel Zygla vor Muharrem Kutlu und Kerstin Lederbogen vor Jenny Lieverkus.

Der Moment in dem Michael Rosenauer mit seinem Matchdart
gegen Daniel Zygla Deutscher Einzelmeister wurde

Andi zum Felde holte sich das Begrüßungsgeld ab
Bereits am Freitagabend traf man sich in der Gemeindehalle Notzingen zum Begrüßungsturnier, das mit 94 Spielern allerbestens besetzt war. Weil Herren und Damen hier gemeinsam spielten, gab es einen Spezialpreis für die beste Dame. Claudia Papendick (Köln) und Sabine Kempter (Bad Waldsee) wurden beide 17.te, und Claudia gewann dann das Play-off-Spiel um den Sieg.

Nur knapp mit 2:3 unterlag der Hamburger Jugendliche Daniel Zygla unter den letzten 32 gegen Colin Rice. Jugend-Nr. 3 Christopher Goga aus Berlin konnte nach einer 2:3 Niederlage gegen den Urbacher Klaus Lander Platz 5 belegen und kam damit sogar eine Runde weiter als sein Vater Jörg. Der hatte im Achtelfinale 1:3 gegen Andi zum Felde verloren, aber der inzwischen für Bremen spielende Hamburger war auch prächtig in Form.

Andi zum Felde gewann danach auch noch das Viertel- und Halbfinale gegen die Hochkaräter Michael Lemmes und Johann Honner. Colin Rice erreichte über die Süddeutschen Klaus Lander und Marko Puls das Endspiel.

Waren beide Halbfinals jeweils mit einem zweifachen 2:1 noch recht eng gewesen, so entschied Andi zum Felde das Endspiel gegen Colin Rice deutlich mit zweimal 2:0 für sich - und beide durften sich über ein sattes Begrüßungs(preis)geld freuen.

Der Sieger des Begrüßungsturniers Andreas zum Felde mit Fabian Herpel vom Ausrichter

Erfreulicher Teilnehmerzuwachs von 5,7% bei der Einzel-DM
Mit 269 Herren und 85 Damen lagen die Meldezahlen bei den Deutschen Einzelmeisterschaften am Samstag um 5,7% höher als im Vorjahr. Bereits in der 2. Runde mussten sich einige Gesetzte aus den 16 Doppel-KO-Gruppen in die Loserrunde verabschieden. So unterlag z.B. Marcus Schulte hier gegen den Berliner Ulrich Krenzien und schied dann im Loservorfinale gegen Heinfried Hepe (Essen) endgültig aus.

Marcel Schmidt unterlag hier gegen den Begrüßungsturnierssieger Andi zum Felde. So richtig in sich hatte es die Bayerngruppe! Hier verlor der bayerische Nationalspieler Werner Greiter in Runde 2 gegen Wolfgang Piegsa (Landau) und dann im Loservorfinale gegen den hessischen Dortmund-Sieger Michael Rosenauer, der noch nicht gesetzt wurde.

In Runde 3 erwischte es Stephan Schneider gegen Swen Seifert (Eching) und dann im Loservorfinale gegen Mario Masurka (Gießen). Ebenfalls in Runde 3 unterlag Michael Nett gegen Hamburgs Jugendlichen Daniel Zygla, der später auch Gruppensieger wurde. Michael schied dann im Loserfinale gegen Joachim Paul (Wuppertal) aus.

Im Siegerhalbfinale unterlag Michael Lemmes gegen Daniel Pihi (Karlsruhe), er konnte aber mit einem Sieg im Loserfinale gegen den gleichen Spieler doch noch das Gruppenfinale erreichen. Kai Geselle (Sylt) verlor zwar das Siegerfinale gegen Ali Avci (Neunkirchen) mit 1:3, erreichte aber mit einem 2:1 gegen Sven Wetten (M´gladbach) ebenfalls sein Gruppenfinale.

In 6 der 16 Gruppenfinals, in denen jeweils die Gewinner der Sieger- und Verliererrunden aufeinander trafen, wurde ein 2. Match notwendig, da der Spieler aus der Loserrunde das erste gewann. Und auch dieses 2. Spiel gewannen durchweg die Verliererrundenspieler - so etwas gab es noch nie!

Im anschließenden Achtelfinale schafften es dann 2 Ungesetzte einen Gesetzten auszuschalten. Der Sieger des Vorabendturniers war erneut gut drauf: Andi zum Felde siegte mit 3:1 gegen Michael Mieslinger. Die Sensation schaffte allerdings der erst 15-jährige Hamburger Daniel Zygla, als er sich mit 3:1 gegen die zur Zeit so eminent erfolgreiche Setznummer 3 Marko Puls behauptete!

Und der Junge war jetzt erst richtig in Fahrt gekommen. Er legte ein 2:0, 0:2 und 2:0 im Viertelfinale gegen den Gelsenkirchen-Finalisten Mario Masurka (Gießen) hin - und stand im Halbfinale!  Parallel setzte sich Colin Rice im Duell der Gesetzten nach 1:2 verlorenem 1. Set noch mit 2:1 und 2:0 gegen Olaf Tupuschis durch.

Vorjahressieger Andreas Kröckel musste sich 1:2, 2:0 und 1:2 gegen Andi zum Felde geschlagen geben. Nur Michael Rosenauer, der zuletzt die WDF/DDV-Dortmund Open gewonnen hatte, war mit 2:0 und 2:1 bereits nach 2 Sets gegen Karsten Wieggrebe weiter.

Colin Rice und Andreas zum Felde wurden jeweils Dritte im Einzel

Daniel Zygla schreibt mit DM-Einzelfinale DDV-Geschichte
Einziger gesetzter Spieler im Halbfinale war damit DDV-Nr. 1 Colin Rice. Der hatte es mit Michael Rosenauer zu tun, welcher zunächst in Führung ging. Doch Colin nahm ihm dieses Set noch mit den beiden nachfolgend gewonnenen Legs ab.

Das 2. Set gewann dann Rosi mit 2:0 - und auch Set 3 ging mit 2:0 an den Hessen, der damit das Finale erreicht hatte. Colin hatte das letzte Leg mit einer 180 begonnen - und in allen seiner 5 verlorenen Legs auf Check gestanden, was seinen besseren Average von 26.06 erklärt (Rosi 25.92).

Bis dahin war das Wochenende wie von selbst gelaufen für Andi zum Felde - aber im Hamburger Halbfinale gegen den Jugendlichen Daniel Zygla klappte plötzlich nichts mehr. Andi konnte zwar das allererste Leg gewinnen, gab aber die nächsten beiden an Daniel ab, der 14, 16, 22 und 15 Darts zum 2:1 und 2:0 Erfolg spielte. Daniel erreichte den Klasse Average von 28.12(!), Andi spielte 21.51.

Würde im - von Kai Westermeyer fachmännisch gecallten - Finale Daniels jugendlicher Elan oder Rosis Abgeklärtheit den Ausschlag geben? Michael Rosenauer gewann das erste Leg, aber Daniel das Set mit den folgenden beiden superstarken Legs. Daniel ging in Set 2 in Führung aber Rosi glich aus. Daniel verpasste dann 2 Darts zum 2-0 nach Sets und Rosi glich zum 1-1 nach Sets aus. Daniel gewann dann Leg 1 in Set 2, doch Rosi holte das Set mit den anschließenden 2 Legs.

Nun war es vorbei für Daniel. Rosi wusste was die Stunde geschlagen hatte und ging in Set 4 mit einem 12-Darter in Führung. Er legte dann einen 18-Darter zum 1:2, 2:1, 2:1 und 2:0 Matchgewinn hin. Daniel kam in diesem Set nicht mehr unter 100. Dennoch erreichte der 15-jährige den guten Average von 25.76 und schrieb Geschichte: Er erreichte als erster 15-jähriger ein DDV-Finale.

Michael Rosenauer spielte einen Average von 25.97 und gewann damit sein zweites DDV-RLT in Folge, was ihn in der Rangliste um 5 Positionen auf Platz 11 klettern ließ. Auch satte Finishes waren  zu sehen: Christian Krüger (Bochum) gelang das Traumfinish 170 und Ralph Lehmberg (Bruchköbel) checkte 160.

Der Jugendliche Daniel Zygla wurde Zweiter hinter dem
neuen Deutschen Einzelmeister Michael Rosenauer

Marene Csepeli siegt im Einzelfinale gegen ihre Doppelpartnerin
Auch die 85 Damen hatten am Samstagmorgen damit begonnen ihre Meisterin auszuspielen. In den 8 Doppel-KO-Gruppen gab es manche heiße Partie, jedoch konnten immerhin 5 der 8 gesetzten Spielerinnen die Gruppenfinals erreichen.

Pech hatte Nicole Männel, deren Auto streikte. Sie konnte daher erst am Sonntag zum Doppel nach Kirchheim kommen. Nach einem Freilos unterlag die an 7 gesetzte Andrea Beushausen in Runde 2 gegen Andrea Viebrock (Bremen). Danach schied sie im Loserhalbfinale gegen Anja Ruppert (Marburg) endgültig aus.

Da Heike Ernst und Andrea Leipold nicht gemeldet hatten, rutschte auch Stephanie Ohliger noch auf Platz 8 der Setzliste. Im Siegerhalbfinale unterlag sie dann aber gegen Michaela Stolz (Stuttgart) und verlor dann auch das anschließende Loserhalbfinale gegen Simone Fegert (Neunkirchen).

Die Hälfte der 8 Gruppenfinals zwischen den Siegerinnen der Gewinner- und Verliererrunden war bereits nach einem Match beendet, wobei sich die Setznummern 1, 2, 3 und 6 durchsetzen konnten.

Michelle Sossong und Andrea Viebrock benötigten ein zweites Spiel um dann aber doch ihr Gruppenfinale gegen Manuela Traglehn (Möhrendorf) bzw. Anke Kirchermeier (München) zu gewinnen. Aus der Loserrunde kommend schafften es Trixi Kröckel aus Bochum (3:0 und 3:1 gegen Michaela Stolz) und Sandra Galietto aus Stuttgart (zweimal 3:2 gegen Claudia Papendick) sich unter die letzten Acht zu spielen.

Im Viertelfinale war dann aber Schluss für alle ungesetzten Spielerinnen. Sandra Galietto unterlag 0:3 gegen Michelle Sossong, Andrea Viebrock verlor mit 1:3 gegen Sabrina Spörle und Beatrix Kröckel musste sich 1:3 gegen Bianka Strauch geschlagen geben. Im einzigen Duell zweier Gesetzter siegte schließlich Marene Csepeli knapp mit 3:2 gegen Monique Leßmeister.

Im ersten Halbfinale ging Michelle Sossong in Führung, doch Bianka Strauch holte sich das Set mit den nächsten beiden Legs. Auch in Set 2 ging Michelle in Führung, doch wieder glich Bianka aus. Doch diesmal holte Michelle dann das Set. Das starke letzte Set ging dann allerdings recht deutlich in 18 und 20 Darts an Bianka, die damit im Finale stand und einen Average von 19.77 erreichte (Michelle 19.39).

Beim zweiten Halbfinale ging im 1. Set Sabrina Spörle in Führung und Marene Csepeli konterte zum 2:1 Setgewinn. Der 2. Durchgang ging dann mit 2:0 an Sabrina. Mit einem 15-Darter startete Sabrina in das entscheidende 3. Set - doch es war dann Marene, die mit den folgenden 25 und 22 Pfeilen ins Endspiel einzog, wobei Sabrina im 3. Leg zwei Matchdarts gehabt hatte. Beide Spielerinnen erzielten je eine 180 und lagen auch bei den Averages fast gleichauf (Csepeli 22.33 - Spörle 22.53).

Damit standen zwei Doppelpartnerinnen im Endspiel, und es war Marene Csepeli, die mit 1:0 Legs in Führung ging. Bianka Strauch glich aus, aber Marene hole sich das Set dann schließlich doch. Ein 21-Darter brachte Marene Csepeli auch im 2. Set in Führung, welche Bianka aber erneut ausglich. Zum verdienten Titelgewinn mit zweimal 2:1 spielte Marene dann einen 21-Darter.

Die Averages lagen bei 20.04 für die neue Deutsche Einzelmeisterin Marene Csepeli und bei 18.38 für Vizemeisterin Bianka Strauch. Auch bei den Damen wurde übrigens Geschichte geschrieben: Mit einem Punkt Vorsprung übernahm Bianka die Spitzenposition in der DDV-Rangliste, die zuvor Heike Ernst genau 17 Jahre lang ununterbrochen inne hatte.

Die neue Deutsche Einzelmeisterin Marene Csepeli mit der Zweitplatzierten Bianka Strauch

Daniel Zygla wird Deutscher Meister der Jungen
Bei der männlichen Jugend gingen die 35 Starter aufgrund der hohen Teilnehmerzahl in 4 Einfach-KO-Gruppen an den Start. Nicht dabei war DDV-Nr. 1 Kevin Münch, der die zeitgleiche Two-Person-Team-DM vorzog.

In Gruppe 1 setzte sich Vilsbiburg-Sieger Muharrem Kutlu im Boardfinale mit 3:2 gegen Jungen-Nr. 2 Michael Fey durch. Im Semifinale traf er dann auf den an 4 gesetzten Alexander Glatthorn, der sein Boardfinale 3:2 gegen Sebastian Fey gewonnen hatte, und zog mit einem zweifachen 2:0 ins Turnierfinale ein.

In der Gruppe 3 war der an 2 gesetzte Christopher Goga überraschend gleich in Runde 1 mit 1:3 gegen Christopher Sand (Frankfurt) ausgeschieden. Der verlor dann aber gleich das anschließende Match mit 2:3 gegen Nicolai Lindenberger. Nicolai wiederum musste in Runde 3 gegen seinen Zwillingsbruder Marian antreten und verlor das Marktheidenfelder Duell 1:3. Mit 3:0 gegen Martin Krüger (Berlin) zog Marian dann ins Halbfinale ein.

Dort traf Marian Lindenberger auf den Sensations Zweiten des Herreneinzels: Daniel Zygla hatte zuvor sein Gruppenfinale gegen Alexander Sonnenberg (Köln) mit 3:0 für sich entscheiden können. Auch gegen Marian setzte sich Daniel klar mit zweimal 2:0 durch.

Im Endspiel war Daniel Zygla aufgrund seiner Vortagsleistung natürlich favorisiert und konnte sich dann auch mit einem Finalsieg von 2:0 und 2:1 gegen Muharrem Kutlu den Meistertitel erspielen - was für ein Wochenende! Daniels Average lag bei 21.76, Muharrem erreichte 20.31.

Daniel Zygla wurde Deutscher Einzelmeister bei den Jungen vor Muharrem Kutlu

Kerstin Lederbogen im Endspurt Meisterin der Mädchen
Im Gegensatz zur hohen Teilnehmerzahl bei den Jungen gingen bei den Mädchen lediglich 7 Spielerinnen an den Start. Die Top-5 waren allerdings komplett am vor Ort. Es wurde in 2 Gruppen gespielt, wobei die erste eine Vierergruppe war.

Hier wurde es extrem knapp, denn während Tasmin Gutsche (Waib) sieglos blieb, hatten die anderen Drei jeweils 2 Siege und 1 Niederlage auf dem Konto. Ein einziges Leg zuwenig hatte Viola Schreiner (Bruchköbel) geholt und musste ausscheiden, während die punktgleichen Jenny Lieverkus (Wuppertal) und Benita Göbel (Essen) weiterkamen.

In der Dreiergruppe kam Kerstin Lederbogen (Bochum) ungeschlagen weiter, während ihre Schwester Britta durch ein 2:1 gegen Melanie Ritter (Ottobrunn)  als Gruppenzweite das Halbfinale erreichte. - Britta Lederbogen musste sich hier mit 1:3 gegen Jenny Lieverkus geschlagen geben, während zeitgleich ihre große Schwester Kerstin mit 3:1 gegen Benita Göbel ins Turnierendspiel einzog.

Im Finale erspielte sich Jenny Lieverkus eine 2:0 Führung und benötigte nur noch ein einziges Leg zum Titelgewinn. Doch in den nächsten 3 Legs verpasste Jenny dann jeweils einige wenige Matchdarts und musste das Match schließlich doch noch an Kerstin abgeben, die im Endspurt ihre Doppel besser traf - und damit nicht nur neue Deutsche Mädchenmeisterin wurde, sondern zugleich auch Benita Göbel mit einem Punkt Vorsprung als Nr. 1 der DDV-Mädchenrangliste ablöste (Averages: Kerstin 17.03 – Jenny 18.67).

Jenny Lieverkus wurde bei der Mädchen-DM Zweite hinter Meisterin Kerstin Lederbogen

Csepeli/Strauch erneut Two-Person-Team-Meisterinnen
Die Vorjahressiegerinnen Marene Csepeli und Bianka Strauch waren klare Favoritinnen bei den Deutschen Meisterschaften im Two-Person-Team der Damen, die wie die Jugend am Sonntag in 4 Doppel-KO-Gruppen gespielt wurden.

Die größten Konkurrentinnen sah man allgemein in Nicole Männel und Sabrina Spörle, die ja auch im Spring-Cup-Team für Deutschland spielen werden. Doch die beiden unterlagen in Runde 3 gegen Trixi Kröckel und Monika Kellner, über deren Widereinstieg nach ihrem schweren Unfall vor einigen Jahren wir uns alle sehr gefreut haben. Im Loserfinale kam dann das endgültige Aus für Männel/Spörle gegen Michelle Münch und Jessica Schehrer (Bochum/Kaiserslautern).

Gleich 2 von 4 Loserrundenteams konnten ihre Gruppenfinals noch umdrehen Ohliger/Leßmeister (K´lautern) siegten 3:1 und 3:0 gegen Schleswig-Holsteins Saleske/Schmidtke und Oelke/Sossong gewannen im spannungsgeladensten Match 3:2 und 3:0 gegen Bosse/Jansen (Gifhorn).

Beide Halbfinals waren bereits nach 2 Sets gelaufen. Csepeli/Strauch siegten 3:1 und 3:0 gegen Oelke/Sossong und Ohliger/Leßmeister gewannen 3:2 und 3:1 gegen Kröckel/Kellner. Im Finale verteidigten Csepeli/Strauch (Average: 19.27) ihren Deutsche Meisterschaft im Two-Person-Team dann ganz klar mit zweimal 3:0 gegen Leßmeister/Ohliger (Average: 16.12), die inzwischen immer öfter auf der Bühne zu finden sind.

Zweifache Deutsche Meisterin wurde Marene Csepeli,
die mit Bianka Strauch auch das Two-Person-Team gewann

Hawlitzky/Schneider neue Deutsche Two-Person-Meister
Die 97 Herrendoppel trugen am Sonntag erheblich dazu bei, dass die Teilnehmerquote im Two-Person-Team gegenüber dem Vorjahr um 6,5% anstieg. Gleich in Runde 1 unterlagen die Top-Favoriten Kröckel/Rice in einer der 8 Doppel-KO-Gruppen gegen Bätzner/Steck (Urbach). Sie spielten sich dann aber bis ins Loserfinale, wo sie nun gegen die gleichen Spieler mit 2:1 gewannen.

Auch Artut/Barth (Hannover/Bamberg) verloren gleich ihr Auftaktmatch gegen die BWDVler Kurz/Reichert (Lauffen) und auch sie trafen im Loserfinale erneut auf diese Gegner. Doch hier gelang die Revanche nicht, da Kurz/Reichert mit 2:0 siegten und damit weiter waren.

Der Vortagssieger Michael Rosenauer spielte mit seinem Neu-Isenburger Teamkollegen Michael Rauch zusammen. Diese beiden mussten sich in Runde 3 gegen Tupuschis/Wieggrebe (Mülheim) geschlagen geben und schieden im Loservorfinale gegen die Hanseaten Schiele/Wengatz aus.

In den Gruppenfinals der Sieger von Gewinner- und Loserrunden reichte auch den Loserteams - im Gegensatz zu den anderen Doppel-KO-Turnieren - ein einziger Sieg zum Weiterkommen. Das konnten 2 Teams der Loserrunde nutzen. Goga/Schmidt gewannen 3:1 gegen Becker/Henn (Kaiserslautern), und auch Rice/Kröckel spielten sich mit einem 3:1 gegen Kübler/Pfaff (Walldorf) zurück ins Einfach-KO-Viertelfinale.

Puls/Schulte wurden nach einem 3:2 im Südgipfel Gruppensieger gegen Beute/Mast. Die beiden waren also auf Kurs, den vierten DDV-Zweiertitel in Folge zu holen. Dieses Vorhaben unterstrichen die Beiden, als sie sich mit den anschließenden Siegen gegen Lemmes/Nett und Greiter/Mieslinger erneut ins Turnierendspiel vorspielten.

Kröckel/Rice hatten unterdessen im Viertelfinale mit 1:3 und 2:3 gegen die Hessen Hanitsch/Masurka verloren, die sich im Halbfinale ihrerseits mit zweimal 1:3 den NWDVlern Hawlitzky/Schneider beugen mußten.

Das Finale verlief dann überraschend klar. Markus Hawlitzky und Stephan Schneider, der im Vorjahr gemeinsam mit Marcel Schmidt schon Vizemeister gewesen war, dominierten und gewannen das Match mit zweimal 3:0.

Der Average der neuen Deutschen Two-Person-Team-Meister Hawlitzky/Schneider lag bei 24.84. Marko Puls und Marcus Schulte (Average 24.32) blieb der Trost zwar nicht den 4. Sieg in Serie, wohl aber die 5. Finalteilnahme nacheinander hingelegt zu haben. Marko Puls kletterte in der Rangliste bereits auf Platz 3 - mit Tendenz nach ganz oben.

Einmal mehr stellte der Kirchheimer Ausrichter ein richtig schönes Turnier auf die Beine, und brachte es in der gewohnt freundlichen Atmosphäre bestens über die Bühne - im Gegensatz zu fast dem gesamten übrigen Deutschland schien hier zeitweise sogar die Sonne!

Stephan Schneider und Markus Hawlitzky wurden neue Deutsche Meister im Two-Person-Team

 Bericht und Fotos von Volker Hatlauf

18./19. Februar 2006 WDF Dortmund Open

Michael Rosenauer feiert mit Einzeltitel erneutes Comeback bei Dortmund Open

Mit der WDF/DDV Dortmund Open wurde am 18./19. Februar 2006 bereits das zweite WDF-Weltranglistenturnier in diesem Jahr ausgetragen, bei dem zugleich DDV-Punkte vergeben wurden. Dabei sicherte sich Widereinsteiger Michael Rosenauer (Neu-Isenburg) im Herreneinzel den Titel vor Karsten Wieggrebe (Mülheim). Wie schon im Januar beim WDF/DDV German Gold-Cup in Bremen gewann die Belgierin Sandra Pollet das Dameneinzel, Zweite wurde Heike Ernst (Bochum), die ihre Turnierpause kurz unterbrach. Sämtliche Jugendfinalisten kamen aus Holland: Bei den Jungen gewann Sven van Dun vor Walter de Kort und bei den Mädchen siegte Thea Kaaijk vor Priscilla Groeneweg. Im Herrendoppelfinale setzten sich Puls/Schulte gegen Backes/Kremer durch, und im Damendoppel holten Csepeli/Strauch den Titel vor Hüppler/Spörle.

Der Blick auf einen Teil der Turnierhalle, wie ihn auch das Fernsehen hatte

PDC-Spieler konnten in Dortmund nicht mitspielen
Für die Einzel am Samstag hatten 461 Herren und 122 Damen gemeldet. Unter denen, die diesmal nicht mit dabei waren, befanden sich die beiden Bremer Top-Spieler Tomas Shorty Seyler und Andree Welge, die im Dezember 2005 zur PDC gewechselt sind. Erik Clarys, der beliebte belgische Dauergast, konnte diesmal nicht in Dortmund dabei sein.

Am Samstagmorgen um 10.00 Uhr wurde mit dem Herreneinzel gestartet, wobei gleich die erste Runde einige dicke Überraschungen brachte. So schied hier mit Marcus Schulte einer der BWDV-Cracks gegen Michael Schwartz (Erkelenz) aus und Bayerns Nationalspieler Werner Greiter unterlag gegen Rolf Kahrau (Köln). Johan Honner musste sich gegen den jungen Benjamin Elbs (Walldorf) geschlagen geben. Marcel Schmidt kam zu spät zu seinem Auftaktmatch und musste gestrichen werden.

Die Runde 2 verlief in den 32 Gruppen spannend, aber ohne die ganz großen Sensationen. In Runde 3 allerdings schaffte es der Hamburger Jugendliche Daniel Zygla Titelverteidiger Martin Jonkers (Holland) zu bezwingen - und das mit 3:0!

Weiter ging es mit den 32 Boardfinals, wo sich die letzten 64 Spieler trafen, die bereits 3 DDV-Punkte sicher hatten. Dort legte der junge Matheus Ziolkowski (Bochum) einen 3:2 Sieg gegen den Belgier Pascal Rabau hin, der vor genau 10 Jahren den Dortmunder Einzeltitel gewonnen hatte.

Überraschend schied Spring-Cup-Kandidat Stephan Schneider hier mit 0:3 gegen Markus Vormann (Coesfeld) aus. Das Gleiche galt für Michael Lemmes, der mit 2:3 gegen den zur Zeit in großartiger Form befindlichen Ingo Mauderer (Neu-Isenburg) unterlag. In einer Knallerpartie traf Michael Rosenauer auf Colin Rice und setzte sich einem absolut hochklassigen Match mit 3:2 gegen die DDV-Nr. 2 gewann.

Damit standen die letzten 32 fest, und ab hier gab es auch schon WDF-Punkte. Jyhan Artut zeigte nun einen schönen 3:2 Sieg gegen den starken Belgier Kurt van der Rijck und Kai Nithammer (Bielefeld) glänzte mit einem 3:2 gegen den holländischen Top-Jugendlichen Jerry Hendriks. Ähnliches gelang Ingo Mauderer mit einem 3:2 gegen Belgiens Chris van den Bergh. Jörg Goga hingegen schied nach einem 1:3 gegen Hollands Jugend-Crack Sven van Dun aus.

Hatten zuletzt beim Gold-Cup in Bremen nur 7 DDVler im Achtelfinale gestanden, so waren es nun in Dortmund stolze 13!  Und auch der Belgier Ronny Huybrechts musste sich hier mit 0:3 gegen Michael Mieslinger verabschieden. Sven van Dun musste sich hier mit 2:3 gegen Ingo Mauderer geschlagen geben.

Nur Wilbert van Koerten aus Holland schaffte aus Benelux-Sicht den Einzug ins Viertelfinale, als er mir 3:1 gegen Markus Vormann gewann. Mit Frank Peters aus Recklinghausen gelang es auch einem bislang noch weniger bekannten Spieler durch ein 3:1 gegen Jyhan Artut die Runde der letzten Acht zu erreichen.

Hier musste sich Frank Peters dann aber mit 1:2 und 0:2 gegen den jungen Wilbert van Koerten geschlagen geben. Ebenfalls schon nach 2 Sets beendet war das Viertelfinale zwischen Michael Rosenauer und Michael Mieslinger. Mit zweimal 2:1 siegte nach engem Match Rosi .

Die beiden anderen Viertelfinals gingen über die vollen 3 Sets, wobei Ingo Mauderer das 1. Set gegen Marko Puls mit 2:0 gewann. Doch Marko kam zurück und holte sich die beiden nächsten Durchgänge mit jeweils 2:0. Im letzten Viertelfinale gewann Karsten Wieggrebe Set 1 mit 2:0 gegen Andy Kröckel, musste das zweite aber mit 1:2 abgeben. Ein  weiteres 2:0 brachte Karsten dann aber doch als vierten Spieler ins Halbfinale. Die beiden Legs, die Andy gewann, holte er bemerkenswerter weise mit Finishes von 170 und 167!

Platz 3 bei den Herren belegten Marco Puls (Walldorf) und Wilbert van Koerten (Holland)

Karsten Wieggrebe unterliegt erst in der Verlängerung
Im anschließenden Halbfinale gewann Marko Puls das erste Leg gegen Karsten Wieggrebe. Karsten konterte aber und holte die nächsten beiden Legs zum Gewinn des 1. Sets. Auch in Set 2 ging Karsten in Führung, doch Marko konnte ausgleichen. Als Marko dann im 3. Leg gerade die einzige 180 dieses Matches geworfen hatte, setzte Karsten dann doch den Matchdart zum 2:1 und 2:1 Sieg.

Michael Rosenauer gewann im zweiten Halbfinale das 1. Set mit 2:0. Im 2. Set drehte Gegner Wilbert van Koerten den Spieß um und schaffte mit einem eigenen 2:0 den Setausgleich. Im 3. Durchgang legte Rosi gleich sehr stark los, holte ihn mit 2:0 und hatte damit das Match mit 2:0, 0:2 und 2:0 für sich entschieden. Wilbert wurde genau wie Marko Puls Dritter.

Es kam zum Finale, gecallt von Kai Westermeyer - und zelebriert von zwei Klassespielern! Karsten Wieggrebe gewann das 1. Set mit 2:0, wobei Michael Rosenauer jedes Mal auf Doppel stand. Auch Leg 1 in Set 2 ging an Karsten, obwohl Rosi eine 180 geworfen hatte. Doch der Neu-Isenburger holte die nächsten beiden Legs zum 1-1 nach Sets.

Nun war Rosi an der Reihe und holte Set 3 mit 2:0 -  Karsten stand dabei beide Male auf 16 Rest. Im 4. Set ging Karsten 1:0 in Führung. Rosi verpasste im 2. Leg ein Bullfinish, was Karsten nutzte um dichtzumachen und ihm das Leg vor der Nase wegzuschnappen. Es kam zum entscheidenden 5. Set und das musste nun mit 2 Legs Vorsprung gewonnen werden.

Klasse und Dramatik: Dieses Set hatte alles. Rosi gewann Leg 1 erzielte dabei auch ein Maximum. - Karsten holte zwar die nächsten beiden Legs - aber der Sieg war das noch nicht, denn er brauchte zwei Legs Vorsprung! Rosi glich mit einem sehenswerten 11-Darter aus (140, 180, 105 - 76/in 2 Darts) und ging danach sogar selbst mit 3:2 in Führung.

Nun brillierte Karsten mit einem 13-Darter und schaffte so das 3:3. Doch zum Decider kam es nicht mehr. Rosi gewann die nächsten beiden Legs zum 5:3 im 5. Set, was den Turniersieg bedeutete. Karsten hatte in diesen 2 Legs keinen Dart mehr auf Doppel gehabt. Die starken Averages lagen bei 28.16 für Rosi und bei 26.79 für Karsten.

Im Finale unterlag Karsten Wieggrebe (Mülheim) gegen Michael Rosenauer (Neu-Isenburg)

Sandra Pollet gewinnt erneut im Finale gegen Heike Ernst
Im Dameneinzel gab es zwei besonders interessante Spielerinnen. Zum Einen war da die Titelverteidigerin Sandra Pollet aus Belgien, die 3 Wochen zuvor den German Gold-Cup in Bremen gewonnen hatte. Zum Anderen unterbrach DDV-Nr. 1 Heike Ernst nach 2 Turnieren kurzfristig ihre Turnierpause und war damit eine der Favoritinnen.

Bereits in Runde 2 unterlag Nationalspielerin Marene Csepeli gegen die DDV-Jugend-Nr. 2 Kerstin Lederbogen. Eine Runde weiter schied mit Bianka Strauch auch die Damen-Nr. 2 aus, als sie 2:3 gegen die starke Bremerin Nicole Hartmann unterlag. Bianka musste übrigens auf Krücken an den Start gehen, da sie sich einen Achillessehnenriss zugezogen hat.

Michelle Sossong schied mit 1:3 gegen Anja Silies (Neuenkirchen) aus und Nicole Männel musste sich gegen Ellis Buurink (Holland) geschlagen geben. Über die Hälfte der Achtelfinalistinnen - nämlich genau 9 - kamen aus dem Ausland. Susanne Schubert (Mülheim) zeigte hier einen schönen 3:1 Sieg gegen die WDF-Nr. 11 Zsofia Lazar aus Ungarn. Anja Silies legte einen 3:2 Sieg gegen die dänische Nationalspielerin Janni Larsen hin und Sabrina Spörle bezwang Carine Dessein (Belgien) mit 3:0.

Irina Armstrong war im Jahre 2004 Dritte der German Open gewesen, wo sie unter anderem gegen Heike Ernst gewonnen hatte. Im Viertelfinale traf die Holländerin wieder auf Heike und ging erneut mit 2:1 in Führung. Doch Heile konterte und entschied das Match doch noch mit 3:2 für sich.

Genauso knapp war es in zwei weiteren Viertelfinals: Susanne Schubert siegte 3:2 gegen Danielle Ypelaar (Holland) und Anja Silies gewann 3:2 gegen Bianca Los (Holland). Glatt mit 3:0 setzte sich hingegen Sandra Pollet gegen DDV-Nr. 3 Sabrina Spörle durch.

Im Halbfinale war dann Anja Silies die Gegnerin der großen Favoritin Sandra Pollet. Anja gewann das 1. Leg, doch Sandra holte das Set mit den nächsten beiden Legs. Im 2. Set ging Sandra in Führung und Anja glich aus. Aber dann war es doch Sandra, die sich mit einem 24-Darter zum zweifachen 2:1 ins Finale spielte.

Im zweiten Halbfinale gewann Heike Ernst Leg 1, und Susanne Schubert glich aus. Das Set holte dann aber doch Heike. Im 2. Set checkte Heike Leg 1, als Susanne auf 16 Rest stand. Mit einem 26-Darter zum 2:1 und 2:0 spielte sich Heike dann ins Endspiel.

Damit kam es zum gleichen Finale wie im Vorjahr, das allerdings diesmal ein wenig schwächer war. Sandra gewann das 1. Leg, jedoch Heike holte das Set mit dem Gewinn der nächsten beiden Legs. Das 2. Set gewann dann Sandra mit 2:0, und auch Set 3 ging zum 1:2, 2:0 und 2:0 Erfolg an Sandra Pollet, die damit ihren Vorjahrestitel erfolgreich verteidigt hatte. Die Averages von 19.79 für Sandra und 19.15 für Heike waren nicht allzu hoch, beide können bedeutend stärker spielen.

Erst im Finale musste sich Heike Ernst (Bochum) gegen Sandra Pollet (Belgien) geschlagen geben

Holländische Jungen auch weiterhin überlegen
Es gibt nichts daran zu rütteln: Wenn im Jungeneinzel 35 von 63 Jungen aus Holland kommen, dann ist das mehr als die Hälfte - und dann kann man angesichts derer Klasse schon fast von einem niederländischen Sieg ausgehen - aber die Hoffnung, die stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Das beste Mittel gegen die holländische Übermacht war in der Vergangenheit stets die DDV-Jungen-Nr. 1 Kevin Münch, aber der musste sich in Runde 2 mit 1:3 gegen Gino Vos geschlagen geben.

Man spielte in 4 Einfach-KO-Gruppen und auch die Nr. 2 des DDV, Michael Fey, verlor in Runde 2 mit 2:3 gegen Walter de Koort. Christopher Goga unterlag bereits in Runde 1 gegen Christopher Sand (Frankfurt) und auch Björn-Lars Schnelle gab sein Auftaktspiel 2:3 gegen Santino Broer ab. So waren die Top-4 des DDV allesamt draußen, als es ins Achtelfinale ging.

Mit dabei war noch die DDV-Nr. 5 Alexander Glatthorn, der immer stärker wird. Doch nach einer Drittrundenniederlage mit 0:3 gegen Walter de Kort musste er sich mit Platz 9 begnügen. Einzig der Hamburger Daniel Zygla, der bereits im Herreneinzel von sich Reden machte, konnte sich mit einem 3:0 gegen Tim Versluis unter die letzten Acht spielen. Dort unterlag er nur knapp mit 2:3 gegen Pieter Collijn. Mit Platz 5 war Daniel aber bester Deutscher.

Im Halbfinale waren die Niederländer unter sich, wobei sich Sven van Dun 2:0 und 2:1 gegen Jerry Hendriks durchsetzte und Walter de Kort 0:2, 2:1 und 2:1 gegen Pieter Collijn gewann.

Im Endspiel holte Sven van Dun Leg 1, Walter de Kort aber das Set mit den nächsten 2 Legs. Set 2 ging klar mit 2:0 an Sven, der auch Leg 1 im 3. Set gewann. Walter glich zwar aus, doch Sven spielte dann 15 und 17 Darts zum 1:2, 2:0 und 3:1 Titelgewinn. Svens Average betrug starke 26.46, Walters lag mit 21.58 Punkten pro Dart klar niedriger.

Im Jungenfinale gewann Sven van Dun den holländischen Vergleich gegen Walter de Kort

14jährige Thea Kaaijk bei den Mädchen ganz vorn
Bei den Mädchen waren 19 Young Ladies am Start. Zunächst sah es recht gut für die DDVlerinnen aus. Die drei Top-Mädels erreichten allesamt die Gewinnerfinals in den 2 Doppel-KO-Gruppen, wobei Benita Göbel dort allerdings 1:3 gegen Thea Kaaijk (Holland) unterlag.

Benita verlor dann auch das Loserfinale mit 1:2 gegen Chantal Snijders (Holland). Mit einem 3:1 im Gruppenfinale gegen Chantal Snijders spielte sich Thea Kaaijk dann ins Mädchenfinale.

In der anderen Gruppe gewann Kerstin Lederbogen das Siegerfinale 3:2 gegen Jenny Lieverkus. Jenny unterlag dann im Loserfinale 1:2 gegen Priscilla Groeneweg (Holland). Das Gruppenfinale gewann dann zu-nächst Priscilla Gröneweg 3:2 gegen Kerstin Lederbogen und ein 2. Match wurde nötig, da Priscilla aus der Loserrunde kam. Die Holländerin siegte hier mit 3:0 und stand im Endspiel.

Für die Vorjahressiegerin Priscilla war es das 3. Dortmunder Finale in Folge. Diesmal unterlag sie jedoch mit zweimal 1:2, obwohl sie in beiden Sets geführt hatte. Die erst 14jährige Siegerin Thea Kaaijk gewann ihre Legs in bemerkenswerten 21, 23, 20 und 20 Darts und spielte den starken Average von 23.62, Priscilla erreichte 21.58 Punkte pro Dart.

Thea Kaaijk gewann das Mädchenfinale gegen ihre holländische Landsfrau Priscilla Groeneweg

Marko Puls und Marcus Schulte gewinnen 3. Doppel in Folge
Im mit 151 Gespannen besetzten Herrendoppel waren kaum noch ausländische Spieler am Start. Viele waren nur für den Samstag angereist. Wie schon im Einzel, so vermisste man natürlich auch im Doppel die PDC-Spieler. So waren die dreifachen Doppelfinalisten Seyler/Welge genauso wenig am Start wie die fünffachen Finalisten Clarys/Borra aus Belgien.

Die Favoriten musste man eher unter den deutschen Doppeln suchen, denn den wenigen Benelux-Gespannen ging es in der Regel wie den Belgiern Coninck/van der Rijck, die in der 3. Runde mit 2:3 gegen das Revival-Doppel aus alten Zeiten, Volker Backes und Thomas Kremer, unterlagen.

Überhaupt war diese 3. Runde kein gutes Pflaster für favorisierte Doppel. Schneider/Hawlitzky unterlagen hier 2:3 gegen die Hessen Linhausen/Schüle und Lemmes/Nett verloren mit 2:3 gegen Bleckmann/Schubert (Hamburg).

Drei aussichtsreiche Doppel erwischte es dann unter den letzten 32. Herrensieger Michael Rosenauer verlor mit Partner Michael Rauch 2:3 gegen Backes/Kremer, der Herrenzweite Karsten Wieggrebe unterlag mit Partner Olaf Tupuschis 1:3 gegen Hughes/J. Lechtken und die Nationalspieler Goga/Schmidt mussten sich 2:3 gegen Murjcic/Preischard (Erkelenz) geschlagen geben.

Im Achtelfinale schied danach als letztes Nicht-DDV-Doppel Cramers/Hons (Holland) mit 0:3 gegen Puls/Schulte aus. Im Viertelfinale gewannen Kröckel/Rice dann glatt mit zweimal 2:0 gegen Leithaus-Diepenseifen/Paul und Derichs/Geselle schalteten überraschend deutlich mit 2:1 und 2:0 Greiter/Mieslinger aus.

Ein Klasse-Ergebnis war der 5. Platz, den Andre Bauland und Markus Vormann nach ihrer 2:0, 0:2 und 0:2 Niederlage gegen Puls/Schulte belegten, die immerhin bei den letzten beiden DDV-RLTs siegreich waren. Backes/Kremer schließlich gewannen 1:2, 2:1 und 2:1 gegen Simon Hughes und Jürgen Lechtken.

Beide Halbfinals waren sehr umkämpft. Kröckel/Rice gingen über alle 9 Legs, bevor sie sich mit 2:1, 1:2 und 1:2 gegen Backes und Kremer geschlagen geben mussten. Puls/Schulte gewannen 2:0, 0:2 und 2:1 gegen Derichs/Geselle aus dem hohen Norden.

Im Finale sah es zunächst sehr gut für Volker Backes und Thomas Kremer aus. Im 1. Set gingen die beiden in Führung. Puls/Schulte glichen zwar aus, aber Backes/Kremer verbuchten das Set dann doch für sich. Set 2 ging glatt mit 2:0 an Backes/Kremer, die nun schon mit 2-0 Sets führten.

In Set 3 gingen Puls/Schulte in Führung, welche die Mülheimer aber ausgleichen konnten. Sie hatten dann auch einige Matchdarts zum 3-0 nach Sets, konnten diese aber nicht nutzen so dass die BWDVler auf 1-2 Sets verkürzten.

In Set 4 gingen dann Backes/Kremer in Führung und hatten in den beiden nächsten Legs wieder mehrere Matchdarts. Doch wieder waren es Puls/Schulte, die das Match drehten und das Set holten.

Das 5. Set musste also entscheiden. Backes und Kremer gingen im schwächsten Leg eines auch insgesamt nicht gerade hochklassigen Spiels mit einem 38-Darter in Führung. Mit einem 20-Darter glichen Puls/Schulte aus und spielten dann einen 18-Darter zum 1:2, 0:2, 2:1, 2:1 und 2:1 Sieg, als Backes/Kremer erneut Matchdarts vergeben hatten. Die Averages lagen bei 21.61 für Puls/Schulte und 22.40 für Backes/Kremer. Für Marko Puls und Marcus Schulte war es der 3. Doppelsieg in Folge  - das ist absolut rekordverdächtig!

Zum 3. Mal in Folge gewannen Marko Puls (Walldorf)
und Marcus Schulte (Huttenheim) ein DDV-Doppel-RLT

Auch Achillessehne stoppt Bianka und Marene nicht
Unter den 42 Damendoppeln, die am Sonntag an den Start gingen, hatte es eines besonders schwer. Das waren ausgerechnet die Top-Favoritinnen Csepeli/Strauch. Denn Bianka Strauch musste wie schon im Einzel mit gerissener Achillessehne an den Start gehen. Doch auch mit Krücken bewies Bianka gewohnten Kampfgeist und gewann mit Partnerin Marene Csepeli Spiel um Spiel. Auch im Halbfinale konnte man sich dann mit 2:0, 1:2 und 2:0 gegen die starken Neunkirchenerinnen Fegert/Mörsdorf durchsetzen und stand im Endspiel.

Überraschungen hatte es in den frühen Runden eigentlich keine gegeben ... überrascht war allerdings Sabrina Spörle, als ihre Doppelpartnerin Nicole Männel zu Turnierbeginn nicht auftauchte. Sabrina ging dann mit Ersatzpartnerin Kerstin Hüppler an den Start und auch das klappte bestens.

Die beiden fanden sich dann schließlich im Halbfinale wieder, wo sie zwar Set 1 mit 1:2 gegen die Bremen-Finalistinnen Leßmeister/Ohliger (Kaiserslautern), die sich eine Runde zuvor immerhin gegen Leipold/Baumgartner aus Bayern durchgesetzt hatten, abgeben mussten. Doch die nächsten beiden Sets gewannen Hüppler/Spörle mit 2:0 und 2:1 und zog damit ins Doppelfinale ein.

Bis auf ein Leg war es eigentlich ein recht flottes Endspiel, in dem Csepeli/Strauch Set 1 mit 2:0 gewannen. Hüppler/Spörle gingen dann in Set 2 in Führung, mussten die nächsten beiden Legs aber an Csepeli/Strauch abgeben, die hier 18 und 21 Darts spielten und damit den Titel gewannen. Die Averages lagen bei 18.88 für die Siegerinnen und bei 16.57 für Hüppler/Spörle, die eine 180 erzielten. - Die deutsche dartsport zeitung bedankt sich bei Dortmunder Ausrichter für die ausgezeichnete Zusammenarbeit.

Den Titel im Damendoppel gewannen Marene Csepeli (Berlin) und Bianka Strauch (Bruchköbel)

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)

27./28. Januar 2006 WDF Bremen (German Gold Cup)

Erik Clarys und Sandra Pollet holen beim German Gold-Cup die Titel nach Belgien

Zum 8. Mal wurde vom 27. bis 28. Januar 2006 der WDF/DDV German Gold-Cup in der Halle des Bremer VFB Komet  ausgetragen. Am Freitagabend gewannen Michelle Sossong und Kevin Münch die internationale Deutsche Meisterschaft im Mixed-Doppel vor Nicole Männel und Volker Backes. Am Samstag gab es im Einzel gleich zwei Benelux-Duelle. Mit Erik Clarys und Sandra Pollet gewannen jeweils die Belgier die Titel vor Hollands Johnny Nijs und Karin Krappen. Bei der männlichen Jugend siegte Michael von Gerwen vor Ian Hoeve (beide Holland) und bei den Mädchen holte Benita Göbel den Titel vor Kerstin Lederbogen. Das Finale des Herrendoppels gewannen Marko Puls und Marcus Schulte vor Thomas Kreutzer und Daniel Wetten. Im Damendoppel siegten Nicole Männel und Sabrina Spörle vor Monique Leßmeister und Stefanie Ohliger.

Die Belgier Sandra Pollet und Eric Clarys gewannen am Samstag die Einzeltitel

Michelle Sossong und Kevin Münch neue Mixed-Meister
Sehr zufrieden konnte der Veranstalter mit den Meldezahlen sein, so hatten allein in den Einzelwettbewerben am Samstag mit 612 Herren und 152 Damen 25,1% mehr Spieler gemeldet als noch im Vorjahr. Den Auftakt machte aber am Freitagabend die Internationale Deutsche Meisterschaft im Mixed-Doppel, die im diesem Jahr mit 96 Doppeln stolze 18,5% Zuwachs aufzuweisen hatte.

Im Mixed-Doppel unterlagen gleich in Runde 1 Trixi Kröckel und Colin Rice 2:3 gegen Melanie Düsendiekerbäumer und Kai Nithammer aus Bielefeld. Eine Runde weiter erwischte es Sandra Galietto und Tomas Seyler mit 2-3 gegen Inge Sossong und Chris Klimek.

Das gleiche Schicksal ereilte wenig später in Runde 3 auch die Vorjahressieger Bianka Strauch und Karsten Otto, die sich 2:3 gegen Marina Depner und Simon Hughes (Soest) geschlagen geben mussten. Im Mutter-Tochter-Duell des Viertelfinales setzte sich Tochter Michelle mit 3:0 gegen Mutter Inge Sossong durch.

Das erste Halbfinale ging mit einem vom Ergebnis her recht klaren 3:0 an Michelle Sossong und Kevin Münch, die sich gegen die Norddeutschen Nermin Wilke und Ingo Vogt durchsetzten. Im Parallelspiel war es sehr eng zwischen Nicole Männel und Volker Backes sowie Andrea Beushausen und Johan Honner. Doch auch hier unterlagen die Nordlichter Andrea und Johan mit 2:3.

Im abschließenden Finale holte das junge Gespann aus Michelle Sossong und Kevin Münch (er war im Vorjahr schon Dritter) mit 3:1 dem Meistertitel gegen Nicole Männel und Volker Backes, die das Turnier 2005 auf Platz 5 beendet hatten und nun Vizemeister im Mixed-Doppel wurden.

Das junge Doppel aus Kevin Münch und Michelle Sossong gewann die Mixed-Doppel-DM

Michael Nett auf Platz 3 bester DDV'ler im Herreneinzel
Am Samstagmorgen begannen dann die Einzelwettbewerbe, wobei in 32 Einfach-KO-Gruppen gespielt wurde. Im Gegensatz zum Vortag waren nun eine ganze Reihe ausländischer Spieler am Start - vorrangig aus Holland und Belgien, aber auch aus Österreich, Lettland, Tschechien etc.

In die 2. Runde gingen viele Spieler wegen der zahlreichen Freilose kalt - und einigen DDV-Cracks wurde sie sofort zum Verhängnis. Der Sieger des November-DDV-RLTs, Marko Puls, musste sich mit 1:3 gegen Kurt Delahousse (Belgien) geschlagen geben. Auch sein Finalgegner von Gelsenkirchen, Mario Masurka, unterlag hier 1:3 gegen Martin Jonkers, den Sieger der Dortmund Open 2005.

In Runde 3 kam das Aus für DDV-Nr. 1 Tomas Seyler, der mit 1:3 gegen den erst 13-jährigen Holländer Daniel van Mourik unterlag. Auch Shortys Doppelpartner Andree Welge zog hier als DDV-Nr. 3 mit 2:3 den Kürzeren gegen den Norddeutschen Holger von Ahn.

Inzwischen war man bei den Boardhalbfinals der letzten 128 angelangt. Hier hatte man bereits 2 DDV-Punkte sicher und bei denen blieb es auch für Olaf Tupuschis, der 0:3 gegen Rene Kuiken unterlag. Auch Stephan Schneider musste sich hier mit 1:3 gegen den Bremer Mitorganisator Oliver Hinz geschlagen geben. Volker Backes schied  im deutschen Spitzenduell mit 1:3 gegen Marcus Schulte aus.

In diesen 32 Boardfinals erhielt der Verlierer übrigens neben 3 DDV-Punkten auch schon einen WDF-Zähler. Den bekamen auch Michael Rosenauer nach seiner 0:3 Niederlage gegen Kurt van der Rijk (Belgien) und Karsten Wieggrebe nach dem 0:3 verlorenen Boardfinale gegen Roland Freistätter (Österreich).

Die Gruppensieger spielten dann in der Runde der letzten 32 weiter. Kai Geselle aus Sylt war prächtig in Form und siegte 3:0 gegen Andy Kröckel. Auch im anschließenden Achtelfinale legte  Kai mit einem 3:0 gegen Jungen-Nr. 1 Kevin Münch nochmal einen Sieg hin, der ihn unter die letzten Acht brachte. - Dieses Viertelfinale erreichten auch DDV-Nr. 2 Colin Rice durch ein 3:1 gegen Nr. 15 Jyhan Artut sowie Nr. 20 Michael Nett mit einem 3:0 gegen Rainer Umlauf (Munster).

Im Viertelfinale siegte Michael Nett gegen Kai Geselle und wurde bester Deutscher

Johnny Nijs unterliegt im Herreneinzel knapp gegen Erik Clarys
Im Viertelfinalduell zweier junger Holländer hielt Daniel van Mourik gegen Johnny Nijs zwar mächtig dagegen, unterlag am Ende aber 0:2, 2:1 und 0:2. Im anderen Viertelfinale ohne deutsche Beteiligung setzte sich Tony Martin 1:2, 2:1 und 2:1 gegen Chris Iedema durch.

Top-Favorit Erik Clarys hatte die letzten 3 Matches seiner Gruppe alle nur knapp mit 3:2 gewonnen, aber er liebt wohl diesen Nervenkitzel! Auch gegen Colin Rice war es wieder knapp, am Ende fuhr Erik  das Match aber mit 2:1, 0:2 und 2:1 ein. - Das letzte Viertelfinale war der deutsch-deutsche Fight zwischen Michael Nett und Kai Geselle. Michael gewann Set 1 mit 2:0, Kai den zweiten 2:1. Es war schließlich Michael, dessen 2:1 im 3. Set den Einzug als einziger Deutscher ins Halbfinale brachte.

Die beiden Halbfinals gingen vom Ergebnis her recht klar aus. So auch bei Michael Nett gegen Johnny Nijs. Der Holländer setzte sich mit zweimal 2:0 gegen Michael durch. Im anderen Halbfinale gewann Erik Clarys den 1. Set mit 2:0. In Set 2 ging Tony Martin in Führung. Doch Erik drehte den Set und spielte sich mit den nächsten beiden gewonnenen Legs ins Endspiel. Die Averages lagen bei 29.09 für Clarys und bei 24.89 für Martin.

Das Bühnenfinale sehr enge Kiste! Johnny gewann den 1. Set ohne dass Erik einen Dart auf Doppel hatte. Set 2 ging dann mit 2:0 an Erik. Der 3. Set ging dann über alle 3 Legs, wobei Erik in Führung ging und Johnny ausgleichen konnte. Den Set sicherte sich dann aber doch Eric zur 2-1 Führung nach Sets

Im 4. Set startete Johnny stark und ging 1:0 in Führung. Auch Leg 2 ging an Johnny. Der letzte Set stand dann auf Messers Schneide. Es war schließlich Erik, der ihn mit 2:0 gewann, wobei Johnny jedes Mal auf Doppel stand. In diesem spannenden Finale lagen die Averages bei 25.76 für Champion Erik Clarys und bei 25.27 für Johnny Nijs.

Erik Clarys gewann das Herreneinzel beim German Gold-Cup vor Johnny Nijs

Sandra Pollet siegt im Dameneinzel vor Karin Krappen

Die Damen hatten ebenfalls am Samstagmorgen mit ihrem Einzel begonnen. Ganz früh fielen die DDV-Nummern 3 und 4 aus dem Turnier. Marene Csepeli traf nach einem Freilos auf die Jugendspielerin Thea Kaaijk (Holland) und musste sich 1:3 geschlagen geben. Nach ihrem Erstrundensieg unterlag Sabrina Spörle dann überraschend mit 2:3 gegen Anja Wille (Hannover).

In Runde 3 gab es in keiner der 8 Doppel-KO-Gruppen eine echte Überraschung, dafür ließen in Runde 4, die zugleich Boardhalbfinale war, einige Resultate aufhorchen. So unterlag hier WDF-Nr. 13 Roelie Bakker gegen ihre Landsfrau Chantal Snijders, die eine der Top-Jugendspielerinnen in Holland ist.

Auch die Lettin Inita Bite, die auf Platz 18 der WDF-Weltrangliste steht, musste sich hier mit 2:3 gegen Patty Müller (Berlin) geschlagen geben. Trixi Kröckel verlor 2:3 gegen Conny Gamm aus Hamburg.

Unter den letzten 16 standen dann noch stolze 12 DDVlerinnen, was sich bis zum Achtelfinale aber entscheidend änderte. Nur 4 von ihnen konnten ihre Matches gewinnen. Als einzige Top-5 Spielerin des DDV erreichte Andrea Leipold mit einem 3:0 gegen Monique Leßmeister (K´lautern) das Viertelfinale. Auch die anderen 3 Deutschen kamen aus reinen DDV-Duellen unter die letzten Acht.

Dabei hatte Silke Surdakowski (Wuppertal) den schwersten Weg, als sie mit 3:1 gegen DDV-Nr. 2 Bianka Strauch gewann. Ein 3:0 über Patty Müller brachte Conny Gamm weiter, und ein 3:1 gegen Mädchen-Nr. 1 Kerstin Lederbogen verhalf Heike Siemering unter die letzten Acht.

Keines der anschließenden Viertelfinals ging über die vollen 5 Legs. Immerhin 1 Leg konnten Silke Surdakowski gegen Chantal Snijders und Andrea Leipold gegen Sandra Pollet gewinnen - aber draußen waren sie trotzdem. Zu Null unterlagen Heike Siemering gegen Karin Krappen und Conny Gamm gegen Thea Kaaijk.

Damit waren die Benelux-Ladies im Halbfinale unter sich. Karin Krappen machte es dort gegen die junge Thea Kaaijk kurz und schmerzlos. Sie siegte in diesem Holland-Vergleich mit zweimal 2:0. Das andere Halbfinale nahm einen ganz ähnlichen Verlauf. Die Belgierin Sandra Pollet dominierte das Match klar. Mit 2:0 und 2:0 Sieg zog auch Sandra ins Damenfinale ein.

Im Endspiel auf der Bühne, das wie alle anderen von Gordon Shumway (alias Jörg Schönherr) gekonnt gecallt wurde, war eigentlich Karin Krappen leichte Favoritin. Aber Karin kam auf der Bremer Bühne von Anfang an nicht zurecht. Sandra Pollet begann gleich mit einer 180 und schnappte sich ein Leg nach dem anderen in 22, 24, 19 und 21 Darts, so daß sie am Ende mit zweimal 2:0 den Titel gewann (Averages: Pollet 23.30 - Krappen 22.05).

Karin Krappen unterlag im Finale des Dameneinzels gegen Sandra Pollet

Michael van Gerwen bei den Jungen vor Ian Hoeve
Mit 77 Jungen und 17 Mädchen stieg auch die Teilnahme in den Jugendeinzeln am Sonntag um 23,7%. Die DDV-Jungen hatten es in den 8 Einfach-KO-Gruppen sehr schwer gegen die holländische Übermacht.

Die deutsche Jungen-Nr. 1 Kevin Münch konnte sich aber mit einem 3:1 gegen Michael Zygla (Hamburg) als Gruppensieger ins Viertelfinale spielen. Auch DDV-Nr. 4 Björn-Lars Schnelle, der in Bremen ein Heimspiel hatte, setzte sich durch ein 3:2 gegen Alexander Sonnenberg (Köln) bis unter die letzten Acht durch.

Die Jungen-Nr. 2 Chris Goga musste sich bereits in Runde 2 mit 0:3 dem Holländer Michel van der Bunt beugen und Jungen-Nr. 3 Michael Fey unterlag im Gruppenhalbfinale 2:3 gegen Alexander Glatthorn (Ginnheim).

Alexander hatte damit das Gruppenfinale erreicht, wo er aber leider mit 0:3 gegen Dan van der Veen (Holland) ausschied. Als vierter DDVler erreichte Christopher Sand aus Frankfurt sein Gruppenfinale wo er 2:3 gegen Tim Versluis (Holland) verlor.

Zwei Deutsche unter den letzten 8, das war eine gute Quote. Doch im Viertelfinale musste sich Kevin Münch 2:3 gegen Jan Dekker geschlagen geben. Björn-Lars Schnelle unterlag 1:3 gegen Ian Hoeve.

Die beiden rein holländischen Halbfinals waren bereits nach 2 Durchgängen beendet. Ian Hoeve gewann 2:1 und 2:0 gegen Jan Dekker und Top-Favorit Michael van Gerwen siegte 2:0 und 2:1 gegen Ron Meulenkamp.

Im Endspiel gewann zwar Ian Hoeve das erste Leg in 19 Pfeilen, durfte danach aber nur noch ein einziges Mal auf Bull werfen, als Michael van Gerwen die nächsten 4 Legs zum klaren 2:1 und 2:0 Finalsieg dichtmachte (Averages: Van Gerwen 27.70 - Hoeve 24.45).

Im rein holländischen Jungenfinale unterlag Ian Hoeve gegen Michael van Gerwen

Benita Göbel holt Mädchentitel vor Kerstin Lederbogen
Bei den 17 Mädchen mussten sich die DDVlerinnen wie gewohnt nicht hinter den Niederländerinnen verstecken. Es war das einzige Turnier, das Doppel-KO gespielt wurde - und zwar in zwei Gruppen.

In Gruppe 1 musste sich die holländische German-Open-Siegerin Denise Keyzer gleich in Runde 2 mit 0:3 gegen ihre Landsfrau Priscilla Groeneveld geschlagen geben und verlor dann sofort in der Loserrunde 0:2 gegen Jenny Boenig (Oer-Erkenschwick).

Priscilla verlor im Siegerhalbfinale mit 0:3 gegen Britta Lederbogen, die dann selbst im Siegerfinale 2:3 gegen ihre große Schwester Kerstin, die Mädchen-Nr. 1 des DDV, ausschied. Kerstin unterlag dann im ersten Gruppenfinale gegen die aus der Loserrunde kommende Priscilla mit 0:3, gewann aber das 2. Match, womit sie im Turnierfinale war.

In Gruppe 2 musste sich Mädchen-Nr. 3 Jenny Lieverkus im Siegerhalbfinale 2:3 gegen die Damen Dritte Chantal Snijders geschlagen geben - und unterlag 2 Spiele weiter in der Loserrunde gegen die andere Damen Dritte Thea Kaaijk - welch eine Auslosung!

DDV-Nr. 2 Benita Göbel schlug nacheinander beide Holländerinnen, die sich später im Loserfinale wieder fanden wobei Chantal 2:0 gegen Thea gewann. Das erste Gruppenfinale verlor Benita dann 1:3 gegen Chantal, gewann das zweite aber 3:1 und das rein deutsche Turnierfinale stand fest.

In diesem Endspiel hatte Benita Göbel die besseren Karten und gewann mit zweimal 2:0, womit sie sich für die Winmau World Masters 2006 qualifizierte (Av.: Göbel 18.05 - Lederbogen 16.17).

Zwei Deutsche standen im Mädchenfinale wo Benita Göbel gegen Kerstin Lederbogen gewann 

Puls/Schulte siegen im Herrendoppel vor Kreutzer/Wetten
Ebenfalls am Sonntag liefen in Bremen die Doppelwettbewerbe. Bei den Herren gingen 199 Gespanne an den Start, bei den Damen waren es 57. Das bedeutet einen Zuwachs von 21,9%.

In den 16 Einfach-KO-Gruppen gab es nur ganz wenige Überraschungen. In Runde 2 gab es aber gleich 2 Gipfeltreffen. Dabei setzten sich Honner/Krüger 3:0 gegen Backes/M.-Schlüter durch und die Sieger des letzten RLTs in G´kirchen, Puls/Schulte, gewannen mit 3:1 gegen die Bayern Barth/Stupar.

Die Doppelfinalisten von G´kirchen, Tupuschis/Wieggrebe mussten sich dann in Runde 3 mit 0:3 gegen die Westdeutschen Daniel Wetten und Thomas Kreutzer geschlagen geben. Zum engeren Favoritenkreis gehörten Kröckel/Rice, aber die beiden unterlagen mit 2:3 gegen Stephen Cooper und Lars Schürstedt aus Ostwestfalen. Ab den Boardfinals gibt das nebenstehende Tableau den Turnierverlauf wieder.

Im Halbfinale schieden dann die Ende 2005 zur PDC gewechselten Lokalmatadoren Seyler/Welge gegen Kreutzer/Wetten aus. Puls/Schulte schossen sich mit 2:0 und 2:0 ins Turnierfinale.

Im Endspiel gewannen Puls/Schulte den 1. Set ganz klar mit 2:0. Auch im 2. Set gingen die beiden in Führung, doch Kreutzer/Wetten konnten ausglichen. Im 3. Leg sicherten sich Puls/Schulte dann auch das 2. Set.

Im 3. Set gingen Kreutzer/Wetten in Führung, doch Puls/Schulte glichen Pfeilen aus. Das 3. Leg begannen Puls/Schulte mit einer 180 und spielten einen 14-Darter zum zweiten Doppeltitel in Folge. Die Averages lagen für die verdienten Sieger Puls/Schulte bei 26.42 und für Kreutzer/Wetten bei 23.34!

Der Titel im Herrendoppel ging an Marcus Schulte und Marko Puls aus Süddeutschland

Männel/Spörle gewinnen Damendoppel vor Leßmeister/Ohliger
Bei den Damen begann das Doppel eine gute Stunde später als bei den Herren und gleich die 1. Runde bedeutete das Aus für die Hamburg-Finalistinnen Baumgartner/Leipold. Die Bayerinnen unterlagen mit 2:3 gegen Melanie Düsendiekerbäumer und Karin Obermeier (Bielefeld).

Ebenso unerwartet kam der Erstrunden-GAU der DDV-Nummern 2 und 3 Strauch/Csepeli mit 1:3 gegen die Hamburgerinn Andres/Gamm. In Runde 2 mussten sich die Fiedler-Schwestern Sandra und Yvonne 2:3 den Lettinnen Cipliene/Vilks beugen.

Die Lettinnen verloren gleich das nächste Spiel gegen Saleske/Schmidtke aus dem hohen Norden, die im Boardfinale später 3:0 gegen die beiden Michelles (Sossong & Münch) gewannen und damit im Halbfinale standen.

Beide Halbfinals waren eine langwierige Angelegenheit. Saleske/Schmidtke gaben Set 1 mit 0:2 ab, gewannen Set 2 aber 2:1. Der letzte Set wurde auf Doppel entschieden: Leßmeister/Ohliger setzten dem Matchdart zum 2:1 und zogen damit in ihr allererstes DDV-Finale ein.

Männel/Spörle holten gegen Beushausen/Wilke Set 1 mit 2:1 und gaben Set 2 mit 0:2 ab. Auch hier entschied Leg 3 im 3. Set: Männel/Spörle machten das 2:1 und standen im Finale.

Das Endspiel war ein wenig zähflüssig. Männel/Spörle gewannen aber trotzdem glatt mit zweimal 2:0. Leßmeister/Ohliger hatten in ihrem ersten DDV-Finale verständlicherweise ein wenig Nervenflattern (Averages: Männel/Spörle 16.98 - Leßmeister/Ohliger 13.62).

Damit ging ein Turnier zu Ende, das wieder ein mal riesig Spaß gemacht hat. Unser Dank geht an alle Bremer Helfer, die auch die ddz super unterstützt haben!

Auch dieser Titel ging in den Süden: Nicole Männel und Sabrina Spörle siegten im Damendoppel

Bericht und Fotos von Volker Hatlauf

 

 

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