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20./21.
April 2002 DDV-Ranglistenturnier in Marburg:
Tomas Seyler und Heike Ernst gewinnen die Einzeltitel beim
DDV-RLT in Marburg/Gemünden
Am 20./21. April 2002 fand in Marburg/Gemünden das 7.
DDV-Ranglistenturnier dieser Saison statt. Dabei sicherte sich am Samstag Tomas
Seyler den Herrentitel vor Stephan Juwig, während bei den Damen wie im Vorjahr
Heike Ernst vor Bianka Strauch siegte. Bei der Jugend holten dann am Sonntag
Mathias Schiefer und Nicole Osthues die Titel vor Patrick Ullrich und Carolyn
Lampert. Meister der erstmals seit 1995 wieder ausgetragenen Deutschen
Tactics-Doppelmeisterschaft wurden bei den Herren Tomas Seyler und Andree Welge
vor Manfred Bilderl und Alexander Köhler. Bei den Damen wurden Heike Ernst und
Bianka Strauch Deutsche Tactics-Meisterinnen vor Astrid Kamm und Gabi Vollbrecht.

Heike Ernst und Tomas Seyler freuten sich bei
der Siegerehrung über ihre gewonnenen Einzeltitel
Stephan Juwig mit Superdarts bis ins Finale
gegen Tomas Seyler
Mit 250 Herren und 95 Damen, die am Samstag zu den Einzeln antraten, erlebte
Marburg/Gemünden einen in dieser Höhe sicher nicht erwarteten Teilnehmerzuwachs
von 21,5% gegenüber dem Vorjahr! Bleibt zu hoffen, daß sich dieser kräftige
Aufwärtstrend nun auch bei den nächsten Ranglistenturnieren fortsetzt.
Bis auf den zuletzt so erfolgreichen Duisburger Jörg Neumann ging in der
Gemündener Sport- und Kulturhalle im Herreneinzel die komplette DDV-Top-16 an
den Start. Nur die Hälfte dieser gesetzten Spieler erreichten jedoch in den 16
Gruppen die Boardfinals. Mit Rüdiger Preuß (Hamburg), Alexander Köhler
(Dettelbach) und Carsten Hoffmann (Bellheim) unterlagen 3 der Gesetzten gleich
im ersten Spiel und schieden wenig später in der Loserrunde endgültig aus.
In Runde 2 unterlagen dann auch Michael Leithaus-Diepenseifen, Andreas Kröckel
und Michael Nett (alle Bochum). Auch sie überstanden anschließend die Loserrunde
nicht. Ulrich Meyer-Schlüter (Arpke) schließlich unterlag im Gewinner- wie auch
im Verliererfinale.
DDV-Nr. 1 Colin Rice verlor zwar im Gewinnerfinale seiner Gruppe 2:3 gegen den
Hamburger Garry Sess - jedoch der Mülheimer meisterte danach die schwere Aufgabe
im Loserfinale gegen Manfred Bilderl aus Bayern knapp mit 2:1 und zog doch noch
ins Boardfinale ein.
Hier ließ das Favoritensterben dann merklich nach. Nur bei 3 Partien der letzten
32 wurde ein zweites Match notwendig, weil der Spieler aus der Loserrunde die
erste gewonnen hatte. Detlef Skibb (R´hausen) verlor zunächst 2:3 gegen Oliver
Schuler, konnte die dadurch notwendig gewordene zweite Partie aber mit 3:1
gewinnen und so doch noch weiterkommen.
Anders war das in zwei anderen Matches. So kam es zur Revanche zwischen Garry
Sess und Colin Rice, wobei sich nun Colin mit 3:0 und 3:1 aus der Loserrunde
zurück in das Einfach-KO-Feld der letzten 16 spielte.
Dies gelang in einem sehenswerten Match auch Clarence Sauzier (Hannover), dessen
Gegner kein Geringerer als Frankie-Boy Mast (Sandhausen) war. Mit 3:2 und 3:1
konnte Clarence am Ende gegen den genauso brillant wie er selbst spielenden
Maschtl gewinnen - und das in einem Match, das geradezu mit Bestleistungen
gespickt war!
Im Achtelfinale gab es eine Menge sehr enger Spiele. So gewann Joachim Paul auf
hohem Niveau mit 3:2 gegen einen Clarence Sauzier. Mit dem gleichen Ergebnis
setzte sich Jyhan Artut (Arpke) im einzigen Duell zweier gesetzter Spieler gegen
Rainer Haaß (R´hausen) durch.
Und noch jemand zog mit einem 3:2 unter die letzten Acht ein. Lothar Freiberger
aus Rinteln nannte bislang einen einzigen DDV-Punkt sein Eigen ... und setzte
sich nun gegen den 44 Punkte besser bestückten Andree Welge durch! Lothar war es
auch gewesen, der gleich in Runde 1 Ex-Jugendweltmeister Carsten Hoffmann in die
Loserrunde geschickt hatte!
Neben Freiberger hatten noch zwei weitere Ungesetzte die letzten Acht erreicht.
Nach starken Ergebnissen im NWDV-Bereich überzeugte der Neu-Mülheimer Stephan
Juwig auch auf DDV-Ebene voll und ganz und ließ seinem Gruppensieg gegen Andy
Kröckel im Viertelfinale auch noch einen 0:2, 2:0 und 2:1 Sieg gegen Joachim
Paul folgen. Auch Detlef Skibb hatte den Sprung unter die letzten Acht
geschafft, unterlag hier allerdings gegen DDV-Nr. 1 Colin Rice mit 0:2, 2:1 und
0:2.
Ebenfalls über 3 Sets ging es im einzigen Aufeinandertreffen zweier gesetzter
Spieler zwischen Tomas Seyler und Jyhan Artut. Jyhan gewann Set 1 mit 2:1, mußte
danach aber die beiden nächsten mit 1:2 und 0:2 an Shorty abgeben. Im
Norddeutschen Duell wurde schließlich auch Lothar Freibergers Superlauf durch
Thomas Wille mit 2:1 und 2:0 gestoppt.
Thomas Wille unterlag im anschließenden Halbfinale mit 1:2 und 0:2 gegen Tomas
Seyler. Stephan Juwig zeigte seinem TC Colin Rice, wieviel er sich im letzten
halben Jahr bei ihm abgeschaut hat und bezwang ihn glatt mit zweimal 2:0.
So kam es wie im Vorjahr zum Herrenfinale zwischen einem ganz großen und einem
recht neuen Namen. Standen sich im Vorjahr Michael Rosenauer und Jyhan Artut
gegenüber, so hießen die Kontrahenten diesmal Tomas Seyler und Stephan Juwig.
Stephan Juwig spielte nun auf der Bühne allerdings nicht mehr ganz so
sensationell gut wie zuvor auf ebener Erde. Dennoch ging Set 1 nur knapp
verloren. Beim 2:0 von Tomas Seyler hatte auch Stephan jedes Mal auf Doppel
gestanden. Im 2. Set drehte Shorty Seyler dann allerdings auf, während Stephan
nun merklich nachließ. Erneut gewann Shorty mit 2:0, nur dass Stephan diesmal
jeweils dreistellige Restpunktzahlen hatte.
Das 1. Leg des 3. Sets war dann recht schwach von beiden Spielern, die jeweils
ca. 6 Checkdarts vergaben. Es war dann Shorty, der schließlich zum 1:0
dichtmachte. Im nachfolgenden Leg erzielte Stephan die einzige 180 des Finales
und konnte es dann auch zum 1:1 nach Hause holen. Doch Shorty wusste auch das
noch zu toppen und spielte im 3. Leg 100, 137, 100, 140 (Doppel-12 im ersten)
zum 13-Darter! Damit war der 2:0, 2:0 und 2:1 Titelgewinn von Tomas Seyler
perfekt.
Stephan Juwig erreichte den für sein erstes DDV-Finale durchaus respektablen
Average von 24.50, bei Tomas Seyler standen ausgezeichnete 28.42 Punkte pro Dart
zu Buche. Es war übrigens nicht Tomas´ erster Titelgewinn in Marburg, denn der
Bremerhavener hatte in Marburg bereits 1991 und 1992 den Titel gewonnen - damals
allerdings noch bei der Jugend!

DDV-Nr. 2 Tomas Seyler gewann das Herreneinzel
gegen den brillant spielenden Stephan Juwig
Zum 5. Mal in 6 Jahren Heike Ernst gegen
Bianka Strauch
Bei den Damen waren die DDV-Top-8 komplett am Start. Mit Gaby Ruschke und
Kerstin Niederau unterlagen gleich zwei von ihnen allerdings bereits in ihrem
Erstrundenspiel und schafften danach auch den weg durch die Loserrunde nicht. In
Runde 3 unterlag Astrid Kamm 2:3 gegen Gisela Dietz (Hannover) und auch für sie
war dann im Vorfinale der Loserrunde gegen die Bremerin Andrea Viebrock das
Turnier beendet.
Fünf der acht Gesetzten hatten also die Finals der 8 Gruppen erreicht, und dabei
wurde zweimal ein zweites Spiel erforderlich. So setzte sich die inzwischen
bereits auf Platz 16 der DDV-Rangliste rangierende Nicole Hartmann (Bremen)
zunächst mit 3:1 gegen Marion Diehn (Hattersheim) durch, bevor Marion dann das
2. Match ihrerseits mit 3:1 gewann und ins Viertelfinale einzog.
Niederau-Bezwingerin Heidi Peiks mußte sich hier als einzige
Siegerrundengewinnerin geschlagen geben. Sie unterlag mit der Kamm-Bezwingerin
Delja Andres mit zweimal 1:3. Als einzige Gesetzte schied hier die durch die
Loserrunde gekommene Andrea Beushausen aus, als sie 2:3 gegen Gabi Vollbrecht
unterlag.
Im Viertelfinale trafen sich in allen 4 Spielen jeweils eine Gesetzte und eine
Ungesetzte. Dabei legte Marion Diehn gewaltig gut gegen Heike Ernst los und nahm
ihr Set 1 mit einem 15-Darter ab! Heike mußte sich schon gewaltig strecken und
dieses Match noch mit 3:1 zu gewinnen, so stark spielte Marion auch die weiteren
Legs.
Ebenfalls sehr knapp war es zwischen Silke Goebel und Gisela Dietz. Am Ende
setzte sich jedoch Silke mit 3:2 gegen First Lady Gisela durch. Die beiden
übrigen Spiele gingen vom Ergebnis her recht klar aus. Bianka Strauch setzte
sich genauso mit 3:0 gegen Gabi Vollbrecht durch wie Trixi Zimmermann gegen
Delja Andres gewann.
Im Halbfinale gewann Heike Ernst überraschend klar mit 2:0 und 2:1 gegen Silke
Goebel und Bianka Strauch siegte ebenfalls glatt mit zweimal 2:0 gegen Trixi
Zimmermann. Damit kam es bei den Damen zum gleichen Finale wie im Vorjahr. Beim
Aufeinandertreffen von DDV-Nr. 1 Heike Ernst und DDV-Nr. 2 Bianka Strauch holte
sich Heike Set 1 klar mit 2:0.
In Set 2 steigerte sich Bianka und ging in Führung. Heike gelang zwar der
Ausgleich am Ende sicherte sich Bianka aber mit 2:1 das Set. In Set 3 waren dann
beide Spielerinnen zu Form aufgelaufen und Heike holte sich Leg 1 mit einem
86er-Finish zum 20-Darter. Mit 140, 100 und 128 stelle sich die Bochumerin dann
im 2. Leg 32 Rest, die sie auch sofort zum 16-Darter dichtmachte.
Heike erreichte einen Average von 21.62, Biankas Punktedurchschnitt lag bei
20.76. Es war Heikes fünfter Sieg hintereinander in Marburg, sechsmal in den
letzten 7 Jahren spielte sie das Finale gegen Bianka, die selbst 1996 und 1997
den Titel holte.

Bianka Strauch unterlag im Finale des
Dameneinzels ihrer Doppelpartnerin Heike Ernst
Markus Schiefer siegt bei den Jungen vor
Patrick Ullrich
In Gemünden gingen 24 männliche Jugendliche in 2 Doppel-KO-Runden an den Start.
Dabei schieden Mit Mark Mulholland (Münster) und Michael Stübs (Karlsruhe) die
Setznummern 1 und 2 sofort zu Anfang aus. Auch für die an 3 und 4 gesetzten
Dennis Ohmacht (Berlin) und Thomas Porkert (Lauffen) war das Turnier bereits im
Halbfinale der Loserrunde beendet.
Direkt ins erste Halbfinale gelangte schließlich Tayfun Ciftcier (Köln) und traf
dort auf Mathias Schiefer (Köln), der das Loserfinale der Gruppe mit 2:0 gegen
Marcel Polak (Bochum) gewonnen hatte. Mathias setzte sich hier mit 3:1 und 3:2
durch.
Das andere Halbfinale hatte Patrick Ullrich (Gaggenau) auf direktem Wege
erreicht, während sein Gegner Danny Klimek (Marl) sich durch die Loserrunde
kämpfen mußte und das Loserfinale der Gruppe 2:1 gegen Iman Askarsadeh (Bad Orb)
gewonnen hatte. Zwar verlor Patrick das erste Spiel mit 2:3, konnte das zweite
jedoch 3:2 gegen Danny gewinnen und so ins Turnierendspiel gegen Mathias
Schiefer einziehen.
Beide Spieler standen in ihren ersten DDV-Finale und es war Patrick Ullrich, der
Set 1 mit 2:0 gewinnen konnte. Set 2 ging dann genau andersherum mit 2:0 an
Mathias Schiefer, der dann auch super ins erste Leg des entscheidenden Sets
startete: Mathias begann mit 140, 121 und 140, benötigte für den Leggewinn
schließlich aber doch insgesamt 23 Darts. Patrick konnte den Set noch mal
ausgleichen, so daß das allerletzte Leg die Entscheidung bringen mußte.
Hier zeigte sich nun Mathias stabiler und sicherte sich mit einem 24-Darter den
Titel. Die Averages lagen mit 19.85 für Mathias und 18.92 für Patrick ein wenig
niedrig für ein Jungenfinale, was sich aber sicher aus der zumindest bei
DDV-RLTs für beide neuen Bühnensituation erklärt.

Bei den Jungen unterlag Patrick Ullrich im
Endspiel nur knapp gegen Mathias Schiefer
Nicole Osthues holt gegen Carolyn Lampert 6.
Titel in Folge
Die 12 Mädchen spielten zunächst in vier Dreiergruppen und danach in zwei
Vierergruppen Round-Robin. Hatten die Dreiergruppen keine Überraschungen
gebracht, so änderte sich dies dann in den Vierergruppen.
So konnte sich in Gruppe 1 hinter der hoch favorisierten Nicole Osthues (Ahlen)
auch Michelle Münch (Bochum) für das Halbfinale qualifizieren. Gab es in Gruppe
1 eine klare Reihenfolge, so hatten in Gruppe 2 am Ende gleich drei Spielerinnen
je 2 Siege und eine Niederlage aufzuweisen.
Überraschend belegte Carolyn Lampert aus Bruchköbel dank der besseren
Legdifferenz Platz 1 vor DDV-Mädchen-Nr. 2 Yvonne Bliß (Wuppertal). Pech hatte
Nina Schreiber (Bruchköbel), die trotz eines 3:1 Erfolges gegen Yvonne mit zwei
Siegen nur Dritte wurde.
Im Halbfinale gab es zwei klare 3:0 Erfolge, wobei Nicole Osthues gegen Yvonne
Bliß gewann und sich Carolyn Lampert gegen Michelle Münch durchsetzte. Im Finale
war Nicole Osthues klare Favoritin, hatte die Mädchen-Nr. 1 doch die letzten 5
DDV-RLTs in Folge gewonnen!
Nicole war dann auch die sicherere Spielerin auf der Bühne, aber auch Carolyn
machte nach überstandener Anfangsnervosität einen guten Eindruck. Nachdem Nicole
Leg 1 gewonnen hatte glich die Hessin zum 1:1 aus. Leg 3 ging dann in 28 Darts
wieder an Nicole, die sich danach im 4. Leg zunächst punktemäßig klar von
Carolyn absetzen konnte.
Carolyn kam dann mit guten Scores noch auf ein Doppel herunter, jedoch Nicole
machte ihr die Doppel-16 vor der Nase zum 3:1 Sieg und damit zum 6.
DDV-Titelgewinn in Folge zu! Carolyn hat bei ihrem ersten DDV-Finale angedeutet,
daß in Zukunft mit ihr zu rechnen sein wird und erreichte einen ansehnlichen
Average von 15.68. Nicoles Average lag bei noch besseren 17.47.

Nicole Osthues freute sich nach dem Finalsieg
gegen Carolyn Lampert über den 6. DDV-Titel in Folge
Seyler/Welge im Tacticsdoppel neue Meister vor
Bilderl/Köhler
Marburg ist von je her die absolute Tacticshochburg Deutschlands gewesen. Bei
dieser auch als Micky-Maus oder Cricket bekannten Variante des Dartspiels geht
es darum die Zahlen von 20 bis 14 sowie Doppel, Treble und Bull so schnell wie
möglich je dreimal zu treffen. Punkte können zusätzlich (bis zum Stand von 300)
auf allen Feldern gemacht werden, die der Gegner noch nicht zu (d.h. dreimal
getroffen) hat. Hier spielt die Taktik eine große Rolle, da es je nach Lage im
Spiel wichtig ist, welche Ziele man anvisiert, welche man zunächst offen läßt
und ob man punktet oder eine Zahl dichtmacht. Daher kommt auch der Name des
Spiels, das dann beendet ist, wenn eine Partei alle geforderten Felder
dichtgemacht hat - und dabei punktemäßig vorn liegt.
Klar, daß dies für Spieler, die nicht regelmäßig Tactics spielen, gar nicht so
einfach ist ... und so sah man im Verlauf der Tactics-Doppel-DM auch gestandene
Spieler taktisch schier verzweifeln.
Überraschend schieden bei den 50 Herrendoppeln die Meister der letzten (1995
ausgetragenen) Tac-tics-Doppel-DM bereits in ihrem ersten Spiel aus. Colin Rice
und Volker Backes unterlagen in ihrer Einfach-KO-Gruppe mit 1:2 Spielen gegen
Reinhold Schüle und Peter Hellwing. Einmal mehr also Hessen-Tactics-Power also!
Im Halbfinale unterlagen diese beiden dann aber später mit 1:3 gegen die Bayern
Bilderl/Köhler. Das andere Halbfinale entschieden Seyler/Welge hauchdünn mit 3:2
gegen Kröckel/Nett für sich. Im Finale auf der Bühne gewannen Seyler/Welge das
erste Spiel, doch Bilderl/Köhler drehten den Spieß zur 2:1 Führung ihrerseits
um. Am Ende hatten dann aber doch Seyler/Welge beim 3:2 Erfolg das bessere Ende
für sich und wurden erste Tactics-Meister im neuen Jahrtausend.

Andree Welge und Tomas Seyler wurden erste
Tactics-Doppel-Meister des neuen Jahrtausends
Ernst/Strauch Tactics-Meisterinnen vor Kamm/Vollbrecht
Unter den 19 Damendoppeln der Tactics-DM waren Heike Ernst und Bianka Strauch
die großen Favoritinnen. Hatte Heike Ernst diese Variante des Dartsports bislang
stets gemieden, so wollte sie es diesmal wissen. Man erreichte dann auch das
Halbfinale ohne auch nur ein Leg abzugeben und siegte auch hier gegen Anja
Silies und Andrea Dörnmann mit 3:0.
In der anderen Gruppe erreichten Astrid Kamm und Gabi Vollbrecht das Endspiel
ebenfalls ohne ein Leg abzugeben und gingen im Krimi gegen Trixi Zimmermann und
Silke Goebel 2:0 in Führung. Trixi und Silke verkürzten dann zum 1:2, doch am
Ende zogen doch Astrid und Gabi mit einem 3:1 ins Finale ein.
Das Endspiel verlief in Windeseile, denn es standen dort 3 Spielerinnen mit sehr
hoher Wurf-Frequenz und eine auch nicht gerade langsam spielende Gabi Vollbrecht
auf der Bühne. Da Heike und Bianka zudem auch so gut wie alles trafen was sie
wollten, war diese sehenswerte Partie bereits nach einer Viertelstunde mit dem
3:0 Titelgewinn der Favoritinnen Heike und Bianka beendet.
Nach den Tagen in Gemünden stehen nun im Mai die Regio-RLTs an, und im Juni
beschließt dann die German-Masters die DDV-Turniersaison 2001/2002.

Vizemeisterinnen im Tactics-Doppel wurden
Astrid Kamm
und Gabi Vollbrecht (Meisterinnen siehe Foto Dameneinzel)
(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)
20./21. März 2004 WDF
German Open in Herne:
Ted Hankey und Francisca Hoenselaar gewinnen 14. German
Open 2002
Bei strahlendem Vorfrühlingswetter fand vom 15. bis 17. März
2002 in den Herner Flottmannhallen die 14. German Open statt. Mit Ted Hankey
gewann einer aus der englischen Favoritenriege das Herreneinzel vor seinem
Landsmann Tony Eccles. Im Dameneinzel ging der Titel an die Holländerin
Francisca Hoenselaar, die im Finale Englands Trina Gulliver besiegte. Im rein
holländischen Endspiel der männlichen Jugend siegte Joppe Bakens vor Nick
Stoekenbroek, und im deutschen Vergleich des Mädchenfinales setzte sich Nicole
Osthues gegen Yvonne Bliß durch. Das Herrendoppel gewannen Fordham/Mardle
(England) vor Van Acker/Van Barneveld (Holland) und im Damendoppel holten
Gulliver/Hoenselaar den Titel vor Howat/Wright (England).

Bei der Siegerehrung konnte sich Ted Hankey von
den Zuschauern feiern lassen
Brooks und McNally siegen beim Warm-Up
Zum Begrüßungsturnier am Freitagabend traten 143 Doppel an, was bereits auf den
ausnehmend guten Besuch in diesem Jahr hinwies. Mit 1173 Herren, 244 Damen, 107
Jungen und 35 Mädchen in den Einzeln sowie 370 Herrendoppeln und 106
Damendoppeln konnte die Gesamtbeteiligung an der German Open gegenüber dem
Vorjahr sogar noch um 3,3% gesteigert werden. Weit über ein Drittel aller
Teilnehmer war aus dem Ausland angereist.
Unter den letzten Acht im Warm-Up-Doppel setzten sich ausnahmslos die
ausländischen Gespanne durch. Zwar hielten die für Stade spielenden Geselle/Guterl
gegen die Dänen Jensen/Sörensen recht gut mit, unterlagen am Ende aber doch mit
1:3. Böhmert/Puls aus dem Schwäbischen mußten sich mit Korhonen/Olofsson aus
Schweden ebenfalls zwei Skandinaviern mit 0:3 beugen.
Auch gegen Österreichs Suljovic/Thaler gab es keinen deutschen Sieg, denn
Artut/Meyer-Schlüter gewannen hier kein Leg. Erst im Halbfinale mußten sich die
Österreicher dann mit 1:3 gegen Korhonen/Olofsson geschlagen geben. Die Briten
Brooks/McNally verhinderten mit ihrem 3:1 Erfolg gegen Jensen/Sörensen ein
skandinavisches Endspiel.
Der Vorjahresdritte im Einzel Mick Brooks gewann dieses Finale mit Partner Steve
McNally 3:0 gegen Markus Korhonen und dessen Partner Jonas Olofsson. Es war dies
beim immer beliebter werdenden Warm-Up der sechste Sieg in Folge für britische
Doppel.

Mick Brooks und Steve McNally gewannen das
Warm-Up-Doppel am Freitagabend
Gulliver und Hoenselaar im Damendoppel vorn
Mit 106 Zweierteams erfuhr das Damendoppel, welches am Samstag ausgetragen
wurde, eine deutliche Teilnahmesteigerung gegenüber 91 Doppeln im Vorjahr. Nur
zwei deutschen Doppeln gelang es, sich unter die letzten Acht zu spielen. Pichol/Ruschke
schafften dies mit einem 3:1 gegen die Bremerinnen Kosmalla/Müller und
Ernst/Strauch bezwangen die Holländerinnen Bakker/Rommelingh mit 3:0.
Im Viertelfinale gab es für die beiden DDV-Doppel dann allerdings kein Leg mehr
zu gewinnen. Ernst/Strauch unterlagen überraschend deutlich gegen De Boer/Pruim
(Holland/Belgien) und Pichol/Ruschke verloren gegen die Titelverteidigerinnen
Howat/Wright (England).
Im Halbfinale trafen die beiden Bezwinger der letzten Deutschen dann
aufeinander, wobei sich Howat/Wright 3:1 gegen De Boer/Pruim durchsetzten. Das
andere Halbfinale gewannen die Top-Favoritinnen Gulliver/Hoenselaar mit 3:1
gegen das schwedische Nationalteam Ekberg/Korpi.
Das 1. Leg des Finales holten sich Howat/Wright, die beiden nächsten gingen an
Gulliver/Hoenselaar. Im 4. Leg vergaben Howat/Wright dann 3 Darts auf Doppel,
nachdem auch Gulliver/Hoenselaar zunächst nicht checken konnten - sich dann aber
schließlich doch mit einem 26-Darter den Titel sicherten. Die Averages dieses
ein wenig verschlafenen Finales lagen bei 22.04 für Gulliver/Hoenselaar und 19.
52 für Howat/Wright.

Die WDF-Nummern 1 und 2 Francis Hoenselaar und
Trina Gulliver siegten im Damendoppel
Christian Block besiegt Shaun Greatbatch
Hatten die Damendoppel erst um 17:00 Uhr begonnen, so war man mit dem
Herreneinzel am Samstag bereits um 10:00 Uhr morgens gestartet. Unter dem
riesigen Anteil ausländischer Top-Spieler befanden sich auch 12 der aktuellen
WDF-Top-16 Spieler! Von den deutschen Top-50 waren 45 Spieler am Start.
Mit Tomas Seyler und Michael Leithaus-Diepenseifen fielen in Runde 3 zwei der
DDV-Top-5 aus dem Rennen. Tomas unterlag dem aus England angereisten Martin
Atkins und Michael verlor gegen den Belgier John Snyjers.
Im Boardhalbfinale schied dann auch DDV-Nr. 1 Colin Rice nach einer Niederlage
gegen den Hessen Holger Frommann aus. Überraschend verlor hier auch Andree Welge
gegen den stark spielenden Michael Kartik.
Als die Sieger der 64 Boards gegeneinander spielten waren nur noch 14 Deutsche
mit dabei, wovon nun noch 9 weitere ausschieden. Holger Frommann dagegen setzte
sich mit 3:1 gegen Patrik de Bakker (Belgien) durch, Joachim Paul gewann 3:0
gegen den Belgier Miguel Germonpre. Rainer Haaß erreichte die letzten 32 mit
einem 3:2 Erfolg gegen Jean-Paul van Acker, der immerhin Raymond Barnevelds
Doppelpartner ist.
Clarence Sauzier gewann den deutschen Vergleich gegen den zuletzt so
erfolgreichen Jörg Neumann (Duisburg) mit 3:0. Die größte Sensation schaffte
hier jedoch Christian Block (Recklinghausen). Er siegte glatt mit 3:0 gegen
Shaun Greatbatch, der zuletzt beim Dutch-Open-Finalsieg einen 9-Darter gespielt
hatte. Nur einen einzigen Dart auf Doppel hatte Shaun gegen Chris. Die zweite
Sensation gelang unter den letzten 64 gelang dem Italiener Sergio Pettarini als
er mit Andy Fordham einen der Top-Favoriten 3:2 aus dem Turnier warf.
Leider gelang in der Runde der letzten 32 keinem der 5 verbliebenen Deutschen
der Einzug ins Achtelfinale. Am ehesten hätte dies Holgi Frommann schaffen
können, doch der machte gerade gegen Tony Eccles (England) nach eigenen Angaben
sein schwächstes Spiel im Turnier und verlor knapp mit 2:3.
Chris Block konnte bei seinem 1:3 gegen Gary Robson (England) immerhin ein Leg
holen. Jockel Paul, Clarence Sauzier und Rainer Hase Haaß unterlagen ihren
Gegnern Matt Clark, Erik Clarys bzw. Martin Adams allesamt mit 0:3. - Das
Achtelfinale verlief anschließend ohne Überraschungen.

Im Viertelfinale zwischen Raymond van Barneveld
und Martin Adams fielen zehn 180er
Ab dem Viertelfinale im Herreneinzel nur noch
Superdarts
Im Viertelfinale wurde dann best-of-3/3 gespielt, wobei Mervyn King überraschend
klar mit zweimal 0:2 gegen Tony Eccles einging. Immerhin ein einzelnes Leg
konnte Steve Coote bei seinem 1:2 und 0:2 gegen John Boy Walton holen.
Die beiden anderen Matches gingen über die vollen 3 Sets wobei im englischen
Duell Ted Hankey 2:0, 0:2 und 2:1 gegen Tony Moran siegte. Alle 9 möglichen Legs
wurden zwischen Martin Adams und Raymond van Barneveld ausgespielt. Es war eine
Superpartie, die am Ende 2:1, 1:2 und 2:1 an Martin ging, der dabei vier 180er
erzielte. Raymond gelangen sogar deren sechs!
Bei beiden Halbfinals war der Zuschauerandrang riesengroß - und das zu Recht! Im
ersten Leg ging John Walton 1:0 in Führung, jedoch Tony Eccles warf in den
beiden nächsten Legs jeweils eine 180 und gewann sie beide. Set 2 ging mit 2:0
an Walton, dem dabei auch eine 180 gelang.
Im 3. Set konnte Walton mit einem 111er-Finish die 1:0 Führung von Eccles
ausgleichen, mußte das letzte Leg dann aber doch wieder an Eccles abgeben, der
so trotz klar niedrigeren Averages ins Finale einzog (Averages: Eccles 28.69 -
Walton 30.53).
Das zweite Halbfinale war gigantisch gut. Martin Adams gewann Set 1 in 15 und 11
Darts, Ted Hankey holte sich das zweite in 13 und 15 Pfeilen (incl.
116er-Finish). Mit einem 14-Darter ging Walton dann im 3. Set 1:0 in Führung
doch Hankey sicherte sich anschließend den Einzug ins Turnierfinale mit 12 und
14 Darts. Es ergaben sich gigantische Averages von 35.34 für Hankey, der zwei
180er warf, und von 36.43 von Adams.
Tony Eccles gewann im von Martin Fitzmaurice gecallten Finale das allererste
Bühnenleg, doch Ted Hankey holte sich die nächsten beiden. Set 2 sicherte sich
dann Eccles mit 2:0, wobei er zwei 180er erzielte und Hankey eine. Im 3. Set
ging Eccles 1:0 in Führung und hatte im 2. Leg dann einen Checkdart auf Bullseye
- traf aber nur den äußeren Ring. Hankey rettete sich mit einem 61er-Finish zum
1:1 und spielte dann einen 12-Darter zum Set.
Eccles lag im 4. Set zunächst nach Punkten in Führung, konnte jedoch nicht
checken und Hankey machte dicht. Eccles startete das zweite Leg mit einer 180
und gewann es auch. Im 3. Leg war es dann Hankey, der mit einer 180 begann, und
diesmal konnte Eccles nicht mithalten. Er stand auf 110 Rest als Hankey seinen
Turniersieg mit einem 15-Darter zum 2:1, 0:2, 2:1 und 2:1 sicherstellte. Wie so
oft an diesem Tage hatte der Zweitplazierte Tony Eccles mit 30.56 sogar den
etwas besseren Average. Sieger Ted Hankey erzielte 30.04 Punkte pro Dart.

Tony Eccles unterlag im Herrenfinale der German
Open gegen den neuen Champion Ted Hankey
Turnier der Jungen platzte aus allen Nähten
Am Sonntag liefen u.a. die Jugendeinzel, und DDV-Jugendleiterin Astrid Kamm war
angesichts des Andrangs einigermaßen überrascht. Mit 107 Jungen und 35 Mädchen
war die German Open 2002 das bislang größte Jugendturnier Deutschlands.
Bei den Jungen waren 66 Starter aus den Benelux-Staaten angereist, in der
Hauptsache natürlich Holländer, denn unser Nachbarland erlebt zur Zeit einen
wahren Dartboom. Das wirkte sich natürlich auch sportlich aus, denn drei der
vier Halbfinalisten kamen aus den Niederlanden.
Im rein holländischen Halbfinalduell setzte sich mit Joppe Bakens der Sieger von
Bremen und Dortmund mit 2:0 und 2:1 gegen Wilbert van Koerten durch. Das andere
Halbfinale gewann der erst 12-jährige Nick Stoeckenbroek mit 2:0, 0:2 und 2:1
gegen Michael Stübs aus Karlsruhe. Michael war mit seinem 3. Platz bester
Deutscher, gefolgt von Kevin Münch (Bochum), der das Viertelfinale knapp mit 2:3
gegen Nick Stoeckenbroek verloren hatte.
Es wurde ein sehr spannendes Jungenendspiel in dem Joppe mit 1:0 in Führung
ging. Nick schaffte zwar den Ausgleich doch Joppe sicherte sich anschließend das
1. Set mit 2:1. Das 2. Set ging dann mit 2:1 an Nick, womit die Entscheidung im
3. Durchgang fallen musste.
Der anderthalb Köpfe kleinere Nick ging hier mit 1:0 Führung als Joppe mehrfach
sein Doppel verpaßt hatte. Auch im 2. Leg hatte Joppe Double-Trouble und Nick
hatte die Chance mit einem 132er-Finish zum Match zu checken.
Doch das Finish mißlang, und Joppe sicherte sich dann doch noch die Legs 2 und 3
- und hat damit alle 3 deutschen WDF-RLTs in Folge gewonnen (Averages: Joppe
22.38 - Nick 21.62)! Riesenapplaus gab es aber auch für seinen Nick, dem man
eine große Zukunft voraussagen darf!

Der erst 12-jährige Nick Stoeckenbroek unterlag
im Jungenfinale knapp gegen Joppe Bakens
Deutsches Mädchenfinale mit Nicole und Yvonne
Bei den Mädchen kamen 13 der 35 Spielerinnen aus dem Ausland. Unter den letzten
16 war es dann genau die Hälfte. Bereits hier kam es zur vorzeitigen Neuauflage
der letzten 3 DDV-Finals zwischen Nicole Osthues und Nadine Meyenburg. Nicole
setzte sich mit 3:1 durch.
Das Halbfinale erreichten dann mit Nicole Osthues und Yvonne Bliß die beiden
Spielerinnen, die drei Wochen zuvor für den Jugend-Europa-Cup nominiert worden
waren. Sie hatten jeweils holländische Gegnerinnen, womit für Spannung gesorgt
war.
Nadines Gegnerin Tamara Hendricks kam nie richtig ins Spiel. Die auf hohem
Niveau spielende Nicole erzielte das 2:0 mit Bullfinish, und lag auch in Leg 3
vorn - als ihre Gegnerin mit Kreislaufproblemen aufgab und sich zu den
Sanitätern begeben mußte. Insbesondere Nicole war heilfroh, als es der jungen
Holländerin dann später wieder besser ging.
Das zweite Halbfinale war sehr spannend. Yvonne Bliß geriet gegen Sylvia Knops
erst 0:1 in Rückstand, ging dann 2:1 in Führung - und schließlich stand es 2:2.
Das letzte Leg entschied wieder Yvonne für sich, womit es im Finale zum
Aufeinandertreffen der DDV-Nummern 1 und 3 kam.
Yvonne ging dort gegen Favoritin Nicole in Führung, bevor Nicole zwei saubere
20-Darter hinlegte und nun selbst 2:1 führte. Im 4. Leg hatte die zuvor so
sichere Nicole dann große Probleme mit dem Doppel, das sie 21 Darts lang
verpaßte, bevor sie dann schließlich doch den Matchdart zum 3:1 setzen konnte.
Trotz des verschlafenen ersten und letzten Legs erreichte Nicole den guten
Mädchen-Average von 16.81. Für Yvonne, die sich vom 3. auf den 2. Platz in der
Rangliste verbesserte, standen 13.50 Punkte pro Dart zu Buche.

Nicole Osthues siegte im Mädchenfinale gegen
ihre neue Nationalteam-Kollegin Yvonne Bliß
Francisca und Trina mit Darts vom anderen
Stern
Die German Open sah am Sonntag das beste Damenfeld, welches jemals auf deutschem
Boden an den Start ging. Alle 14 Europäerinnen, die sich zur Zeit unter den
Top-22 der WDF-Weltrangliste befinden, waren diesmal nach Herne gereist -
darunter auch die kompletten Top-9!
Eine Riesenüberraschung schaffte in Runde 3 Gisela Dietz, die Ehefrau des
DDV-Präsidenten Bernd Dietz, als sie WDF-Nr. 4 Crissy Howat aus dem Rennen
werfen konnte! In der gleichen Runde schied mit der Schweizerin Lisa Huber auch
die WDF-Nr. 15 gegen die Nr. 18 Roelie Bakker (Holland) aus.
Im Achtelfinale standen dann je 3 gesetzte und 3 ungesetzte Deutsche. Heike
Ernst unterlag hier genauso hoch mit 0:3 gegen Mieke de Boer wie Astrid Kamm
gegen Francis Hoenselaar verlor. Knapper ging es da bei Silke Goebel her, die am
Ende aber doch mit 2:3 gegen Vicky Pruim verlor.
Bei den ungesetzten DDV-lerinnen kam das Aus mit jeweils 1:3, wobei Gisela Dietz
gegen Karin Krappen (Holland) und Gabi Vollbrecht gegen Carina Ekberg (Schweden)
verloren. Die aus Ungarn stammende Deutsche Marene Racz unterlag 0:3 gegen
WDF-Nr. 1 Trina Gulliver.
Das Viertelfinale fand also unter Ausschluß der DDV-Damen statt. Mieke de Boer
überraschte nicht nur ihre Doppelpartnerin Vicky Pruim, als sie diese mit 3:1
aus dem Rennen warf. Ebenfalls mit 3:1 gewann Francisca Hoenselaar gegen Carina
Ekberg.
Während das 3:0 von Trina Gulliver gegen Tricia Wright durchaus im Rahmen lag,
staunte doch manch einer über den hohen 3:0 Sieg von Karin Krappen gegen
Schottlands große alte Dame Anne Kirk. Damit standen 3 Holländerinnen und eine
Engländerin im Halbfinale.
Francisca Hoenselaar war groß in Form und erzielte gleich mit ihrem ersten Wurf
eine 180. Das Leg gewann sie auch aber Mieke de Boer konnte ausgleichen. Das Set
ging nach dem anschließenden 14-Darter aber doch an die WDF-Nr. 2.
Mieke ging im 1. Leg des 2. Sets in Führung, doch Francisca warf danach eine 180
und glich aus. Mit einem 21-Darter stellte Francisca das zweifache 2:1 und damit
den Sieg sicher. Francisca erreichte dabei einen Superaverage von 29.65 und
Mieke ansehnliche 25.22.
Nicht ganz (aber beinahe) so hochklassig war das zweite Halbfinale. Karin
Krappen gewann das 1. Leg, doch Trina Gulliver holte sich das Set mit den
gewonnenen Legs 2 und 3. In Set 2 ging Trina in Führung, die Karin aber
ausgleichen konnte. Jedoch 21 Pfeile später hatte sich dann doch Trina mit 2:1
und 2:1 durchgesetzt (Averages: Gulliver 27.06 - Krappen 25.41).
Im Finale auf der Bühne ging Francisca Hoenselaar dann 1:0 in Führung, doch
Trina konnte den Set noch 2:1 gewinnen. Francis sicherte sich dann Set 2 mit 2:0
und so mußte Set 3 die Entscheidung bringen.
Hier warf die Holländerin gleich eine 180 und ging 1:0 in Führung, doch die
beiden nächsten Legs holte Trina. Mit diesem 2:1 im 3. Set war aber noch nicht
Schluß, denn es wurden 2 Legs Vorsprung benötigt. Francisca glich zunächst aus
aber Trina ging erneut in Führung.
Die nächsten beiden Legs gingen knapp an Francisca, die dann bei 4:3 Führung das
8. Leg des 3. Sets mit drei 140ern in Folge begann! Nach der anschließenden
41er-Aufnahme benötigte Francisca dann bei 40 Rest noch 3 Darts, bis sie die
Doppel-10 zum Match traf.
Damit gewann die Holländerin nach 1996, 2000 und 2001 bereits zum 4. Mal den
Titel im Dameneinzel. Die einmal mehr ganz ausgezeichneten Averages lagen bei
26.37 für Francisca und bei 25.91 für Trina.

Francis Hoenselaar gewann das Damenfinale der
German Open gegen Trina Gulliver
Fordham und Mardle vor Van Acker und Van
Barveveld
Zweiter Hauptwettbewerb des Sonntags war das Herrendoppel. an dem 370
Zweierteams teilnahmen. Angesichts der starken internationalen Konkurrenz wurde
es auch hier sehr schwer für die DDV-Spitze. Gleich in Runde 1 bekamen dies
Backes/Rice bei ihrer Niederlage gegen McKay/Peacock (England) zu spüren.
Eine Runde weiter mußten sich auch Seyler/Welge gegen die Holländer Franken/Tissen
geschlagen geben. Im Boardhalbfinale unterlagen Leithaus-Diepenseifen/Paul gegen
die Engländer Griffiths/Savvery.
Wohltuend war da der Sieg von Andy Kröckel, der mit dem österreichischen
Embassy-Teilnehmer Mensur Suljovic zusammenspielte, gegen die englische Kombi
aus Tony Moran und Shaun Greatbatch.
Unter den letzten 32 gewannen die beiden dann auch noch 3:1 gegen Geoff Wylie
(Nordirland) und Pascal Rabau (Belgien) und standen so unter den letzten 16. Das
schaffte auch noch ein rein deutsches Doppel. Rainer Haaß (R´hausen) und Tobias
Bock (Klein-Auheim) setzten sich 3:2 gegen die Engländer Grifftth/Savery durch.
Unter den letzten 16 mußten sich Kröckel/Suljovic erst nach großer Gegenwehr
knapp mit 2:3 gegen Hankey/Walton geschlagen geben, die tags zuvor im Einzel
immerhin Platz 1 und 3 belegten. Bock/Haaß unterlagen da schon klarer mit 0:3
gegen Jean Paul van Acker und Raymond van Barneveld. Ihnen blieb jedoch der
Trost mit Platz 9 bestes deutsches Doppel geworden zu sein.
Sieben britische und ein holländisches Doppel standen dann im Viertelfinale,
wobei sich die einzigen Nicht-Briten V.Acker/V.Barneveld mit einem 3:1 Erfolg
gegen Fitton/Routledge ins Halbfinale spielten, wo sie dann auch noch mit 0:2,
2:1 und 2:1 hauchdünn gegen die Warm-Up-Sieger Coote/O´Shea gewannen.
Fordham/Mardle hatten ihr Viertelfinale knapp mit 3:2 gegen Matt Clark und Tony
Smith gewonnen, dann aber im Halbfinale ein bemerkenswertes 2:0 und 2:0 gegen
die konsternierten Top-Favoriten Adams/King hingelegt.
Auch im Bühnenfinale machten Fordham/Mardle mit ihren holländischen Gegnern
kurzen Prozeß. In 20, 21, 15 und 18 Darts holten sie den Titel ohne bei ihrem
2:0 und 2:0 Erfolg auch nur ein einziges Leg abzugeben. Die Final-Averages von
27.08 für Fordham/Mardle und von 25.17 für Van Acker und Van Barneveld blieben
allerdings recht deutlich hinter denen in Herren- und Dameneinzel zurück.
Damit endete eine stimmungsvolle German Open, deren Ablauf einmal mehr sehr
reibungslos und harmonisch war. Einzige Ausnahme war hierbei ein Vorfall beim
Jugendeinzel, der zu einer unschönen Rangelei führte - und absolut überflüssig
war. Freuen wir uns auf das nächste Jahr, wenn die 15. German Open 2003
hoffentlich wieder möglichst viele Dartspieler/-innen aus ganz Europa nach Herne
ziehen wird.

Andy Fordham und Wayne Mardle aus England
gewannen das Doppelfinale sehr sicher
(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)
23./24. Februar 2002 WDF
Dortmund Open
Erik Clarys und Heike Ernst holen die Titel bei der WDF/DDV
Dortmund Open 2002
Am 23./24. Februar 2002 fand in der Heinrich-Böll-Gesamtschule
die WDF/DDV Dortmund Open statt. Zum siebten Mal war Dortmund zugleich auch
WDF-RLT. Wie schon zweimal zuvor gewann bei den Herren der Belgier Erik Clarys
den Titel, als er im Finale Alain van Bouwel aus Holland bezwang. Bei den Damen
holte sich Heike Ernst zum vierten Mal in Folge den Sieg, diesmal vor Kitty
Boshuizen (Holland). In den Jugendeinzeln siegten Joppe Bakens (Holland) vor
Danny Klimek und Nicole Osthues gewann vor Nadine Meyenburg. Hauchdünn sicherte
sich Erik Clarys mit seinem Partner Tanguy Borra gegen Manfred Bilderl und
Alexander Köhler auch den Doppeltitel. Im Endspiel des Damendoppels siegten
Heike Ernst und Bianka Strauch gegen Silke Rollert und Trixi Zimmermann.

Halbfinals der Herren: Vorn unterliegt Rainer
Haaß gegen
Alain vam Bouwel, hinten siegt Erik Clarys gegen Luc Bogaert
Rainer Haaß spielte sich mit Klassedarts bis
ins Halbfinale
Bei den Herren hatten 448 Spieler gemeldet. Vorjahressieger Dirk Rosseel aus
Belgien war allerdings nicht dabei. In diesem Jahr waren Cracks aus Belgien,
Holland, Österreich und der Schweiz angereist, wobei traditionsgemäß das
belgische Kontingent am beachtlichsten war. Die deutsche Spitze war bis auf
DDV-Nr. 2 Thomas komplett vertreten.
Bereits in Runde 3 schied DDV-Nr. 1 Colin Rice gegen den groß aufspielenden
Rainer Haaß (Recklinghausen) aus. Zuvor hatte Nationalspieler Ulrich
Meyer-Schlüter gegen den Hessen Thomas Mai verloren. In den 16 Gruppenfinals der
letzten 32 gab es dann weitere Überraschungen.
Hier machten einige Spieler aus der zweiten Reihe von sich Reden. So gewann der
für Bochum spielende Volker Beckmann 3:2 gegen Wolfgang Boge und Alain van
Bouwel warf Geheimtip Marcel Schmidt mit 3:2 aus dem Rennen. Auch
Embassy-Teilnehmer Andree Welge zog hier mit 1:3 gegen den Belgier Stephan
Deprez den Kürzeren.
Nur noch sechs Deutsche traten dann unter den Letzten 16 zum Achtelfinale an.
Dabei kam es zu zwei DDV-internen Vergleichen, wobei sich Rainer Haaß mit 3:1
gegen Volker Beckmann durchsetzte und Jörg Neumann 3:0 gegen Tomas Seyler
gewann.
Auch Thomas Mai hatte sich inzwischen bis ins Achtelfinale gespielt und bezwang
hier auch noch den Belgier Werner Kegels mit 3:1. Damit stand er überraschend
neben Rainer Haaß und Jörg Neumann als einer von drei Deutschen unter den
letzten Acht.

Rainer Haaß belegte gemeinsam mit Luc Bogaert
einen hervorragenden Platz 3 im Herreneinzel
Erik Clarys gewinnt gegen Alain van Bouwel
überlegen seinen dritten Einzeltitel
Im Viertelfinale unterlag der bei uns so beliebte Wiel Schreurs mit 0:2 und 1:2
gegen den Belgier Luc Bogaert und Top-Favorit Erik Clarys setzte sich gegen den
immer weiter in die absolute DDV-Spitze drängenden Jörg Neumann mit zweimal 2:1
durch.
Besser sah es zunächst bei Thomas Mai aus, der den 1. Set gegen Alain van Bouwel
mit 2:1 gewann. Die nächsten beiden musste er allerdings mit 1:2 und 0:2
abgeben. Zumindest ein Deutscher sollte den Sprung ins Halbfinale dann aber doch
schaffen. Rainer Haaß kämpfte den starken Belgier Guy Christyn mit 2:0, 1:2 und
2:1 nieder - und feierte mit dem Einzug ins Halbfinale seinen bislang größten
DDV-Erfolg.
Im Halbfinale schien der zuvor so selbstbewußte Rainer Haaß dann erstmals ein
klein wenig gehemmt. Zwar gewann Hase in beiden Sets jeweils das 1. Leg, doch
Alain ließ ihn in den 4 anderen Legs dann nicht mehr auf Doppel kommen. So
siegte Alain van Bouwel mit zweimal 2:1 und zog ins Finale ein. Im anderen
Halbfinale, das auf deutlich höherem Niveau stand, gewann Erik Clarys mit
zweimal 2:0 gegen Luc Bogaert.
Das Endspiel wurde dann ganz eindeutig von Erik Clarys bestimmt. Stand sein
Gegner Alain von Bouwel im ersten Leg noch bei Tops Rest als Erik zum 18-Darter
dichtmachte, so blieben beim anschließenden 14-Darter von Erik bereits 269
Punkte für seinen Gegner stehen.
Mit einem 17-Darter begann Erik Set 2 und Alain blieb auf 210 Punkten hängen,
konnte dann jedoch Leg 2 in 23 Pfeilen gewinnen. Mit einem 20-Darter fuhr Erik
dann auch das 2. Set ein.
Im 3. Set hielt Alain dann wieder etwas besser mit, konnte aber auf 12 und 36
Rest stehend trotzdem nur zusehen wie Erik in 17 und 23 Darts zum 2:0, 2:1 und
2:0 - und damit zu seinem insgesamt dritten Einzeltitel in Dortmund - zuzog.
Erik Clarys erreichte dabei einen Average von 26.95 während für Alain van Bouwel
23.32 Punkte pro Dart errechnet wurden.

Zum dritten Mal gewann Erik Clarys die WDF
Dortmund Open, sein Finalgegner war Alain van Bouwel
Starke Schweizerinnen belegten am Ende Platz
3 und Platz 5
Bei den 147 Damen, die zu den Einzeln gemeldet hatten, waren die DDV-Top-20
komplett vertreten. Die ganz großen Namen aus dem Ausland fehlten allerdings, so
daß sich die Favoritenbürde auf mehrere starke Spielerinnen aus Holland, Belgien
und der Schweiz verteilte - nicht zu vergessen die DDV-Top-Ladies.
Die ausländischen Top-Seeds hatten in ihren Gruppen so gut wie keine Probleme.
Von den Deutschen Spitzenspielerinnen erwischte es jedoch drei bereits in Runde
2. So mußte sich Trixi Zimmermann hier gegen die Dortmunderin Alexandra
Disselhoff geschlagen geben. Astrid Kamm unterlag gegen die Recklinghäuserin
Heidrun Peiks, und Andrea Beushausen schied gegen Marion Pichol (Recklinghausen)
aus.
In den Gruppenfinals der letzten 32 setzten sich fast durchweg die favorisierten
Spielerinnen durch. Zehn Deutsche standen dann im Achtelfinale drei
Holländerinnen, zwei Schweizerinnen und einer Belgierin gegenüber.
Prächtig hielt sich dabei die Hamburgerin Jana Riemann, die am Ende aber doch
2:3 gegen WDF-Nr. 10 Sandra Pollet unterlag. Silke Goebel setzte mit ihrem 3:1
Erfolg gegen Karin ten Kate (Holland) ihren Weg in die deutsche Spitze fort, und
Silke Kurzhals verlor zwar 0:3 gegen die Schweizer Nr. 1 Lisa Huber, durfte sich
aber über einen starken 9. Platz freuen.

Stark präsentierten sich die Schweizerinnen:
Sabine Beutler
wurde Fünfte und Lisa Huber belegte Platz 3 - hinten Manuela Ott
Heike Ernst mit Finalsieg gegen Kitty
Boshuizen zum 10. Mal in Dortmund siegreich
Im Viertelfinale trafen mit Lisa Huber und Sabine Beutler die beiden
Top-Schweizerinnen aufeinander, wobei sich Lisa mit 3:1 durchsetzte. Im
deutschen Duell gewann die DDV-Nr. 2 Bianka Strauch 3:1 gegen Silke Goebel und
in einer Partie ohne deutsche Beteiligung siegte Kitty Boshuizen (Holland)
überraschend deutlich mit 3:0 gegen Sandra Pollet. Im letzten Viertelfinale
gewann Heike Ernst gegen die holländische Nationalspielerin Roelie Bakker mit
3:1.
In einem hochklassigen Halbfinale gewann Lisa Huber den ersten Set mit 2:0 gegen
Heike Ernst und wartete auch in Set 2 mit starken Scores auf. Doch Heike konnte
immer wieder kontern und sicherte sich ihrerseits Set 2 mit 2:0 und Set 3 mit
2:1.
Das zweite Halbfinale war ebenso stark wie das erste. Die Doppel schienen für
Bianka Strauch allerdings wie vernagelt zu sein. Die Hessin machte eines ihrer
besten Spiele überhaupt, doch alle ihre Darts auf Doppel kratzten leider von
außen am Draht. Gegnerin Kitty Boshuizen konnte schließlich trotz zweier 180er
von Bianka mit 2:0 und 2:1 gewinnen.
Im Finale auf der Bühne gewann Heike Ernst das 1. Leg in 20 Darts, doch Kitty
glich ebenfalls mit einem 20-Darter aus. Anschließend sicherte sich Heike das
Set mit einem 24-Darter wobei Kitty auf 140 Rest stehenblieb.
Im 2. Set ging Kitty mit einem 106er-Finish (18 Darts) in Führung. Doch ein
24-Darter von Heike mit 74er-Finish brachte erneut das 1:1. Als Kitty im dritten
Leg ihr Doppel nicht traf nutzte die Deutsche dies und setzte den Matchdart zum
22-Darter während die Holländerin auf 5 Rest stand.
Die Averages waren mit 23.74 für Heike und 21.58 für Kitty recht stark, wenn
auch nicht mehr ganz so hoch wie die im Halbfinale erreichten Werte. Für Heike
war es bereits der 10. DDV-RLT-Sieg in Dortmund und der vierte in Folge seit das
Turnier zusätzlich den WDF-Status hat.

Die Holländerin Kitty Boshuizen unterlag im
Damenfinale gegen die nun zehnfache Siegerin Heike Ernst
Danny Klimek bei den Jungen erst im Finale
von Joppe Bakens geschlagen
Über ein Drittel mehr Jungen als noch im Vorjahr gingen bei der männlichen
Jugend an den Start, so daß sich Jugendleiterin Astrid Kamm über 51 Starter
freuen konnte. Darunter befanden sich auch 12 holländische Kids, die der
Dartboom in unserem Nachbarland nach Dortmund getrieben hatte.
Während im Viertelfinale mit Christopher Klimek und Kevin Münch zwei der drei
letzten Deutschen im Wettbewerb gegen ihre holländischen Gegner unterlagen,
zeigte sich Danny Klimek als wahrer Fels in der Brandung.
Danny, der von seinem Zwillingsbruder Christopher nur an seinem Ohrring zu
unterscheiden ist, siegte gegen drei Top-Holländer in Folge mit jeweils 3:2. Im
Achtelfinale gewann er gegen Ramon Schellekens, im Viertelfinale bezwang er den
Jugend-Europameister Joey ten Berge und im Halbfinale setzte er sich gegen den
Gold-Cup-Finalisten Wesley Daniels durch!
Den holländischen Vergleich im anderen Halbfinale hatte Joppe Bakens mit 3:1
gegen Stevie Mo-reira gewonnen und damit stand der Jungen-Sieger des Bremer
Gold-Cups gegen Danny Klimek im Dortmunder Finale.
Hier war dann allerdings auch für den zuvor so starken Danny Schluß. Zwar zeigte
der Marler bei seinem ersten ganz großen Finale keinerlei Bühnenscheu doch Joppe
Bakens war hier ganz einfach der Stärkere. Mit zweimal 2:0 gewann der junge
Niederländer in 20, 20, 27 und 17 Darts, und Danny kam dabei nur in einem
einzigen Leg auf Doppel (Averages: Bakens 23.86 - Klimek 20.19).

Danny Klimek setzte sich gegen drei Holländer
durch und verlor erst im Finale gegen Joppe Bakens
Zum 3. Mal in Folge gewinnt Nicole Osthues
Mädchenfinale gegen Nadine Meyenburg
Mit 12 Starterinnen, darunter auch drei Holländerinnen, war das Mädchenturnier
diesmal nicht ganz so gut besetzt wie im Vorjahr. Dennoch bekam man sehr
ansprechende Leistungen zu sehen, was unter Anderem die von der Berlinerin
Nadine Meyenburg erzielte 180 nachweist.
Nach den Gruppenspielen kam es zu einem Kuriosum, denn es ergaben sich ganz
genau die gleichen Halbfinalbegegnungen wie einen Monat zuvor in Bremen! Noch
etwas deutlicher als in Bremen konnte sich dabei DDV-Nr. 1 Nicole Osthues mit
3:0 gegen die Holländerin Paula de Vries durchsetzen - und Nadine Meyenburg
gewann genauso hauchdünn mit 3:2 gegen Yvonne Bliß wie vier Wochen zuvor.
Auch wenn das Finale erneut mit 3:0 für Nicole Osthues ausging so war die
Angelegenheit diesmal doch bedeutend enger. Nadine Meyenburg stand nämlich in
allen 3 Legs auf Doppel, als Nicole in 27, 32 und 32 Darts zum 3:0 Sieg checkte.
Auch die Averages lagen nach diesem wirklich guten Mädchenfinale viel näher
zusammen. Nicole erreichte 16.52 und Nadine erspielte sich 16.04 Punkte pro
Dart.

Zum 3. Mal in Folge belegte Nadine Meyenburg
bei den Mädchen Platz 2 hinter Nicole Osthues
Backes/Rice beim Herrendoppel bereits in
Runde 3 ausgeschieden
Bei den 118 Herrendoppeln waren die Belgier Clarys/Borra favorisiert, aber auch
die Vorjahressieger Seyler/Welge standen hoch im Kurs. Gleich in der dritten
Runde unterlagen die Mitfavoriten Volker Backes und Colin Rice mit 0:3 gegen die
bayerische Kombination aus Manfred Bilderl und Alexander Köhler.
Im Gruppenfinale der letzten 16 setzten sich die Bochumer Kröckel/Nett gegen die
Belgier Maes/Paap durch und Leithaus-Diepenseifen/Paul gelang ein 3:0 Erfolg
gegen den Vortagsfinalisten Alain van Bouwel, der mit dem Vorjahresdritten im
Doppel, Dene Conway, zusammenspielte. Im Viertelfinale sorgten die Bochumer dann
auch noch dafür, daß ihre Vereinskameraden Kröckel/Nett nach einer 2:3
Niederlage aus dem Rennen waren.
Zwei der belgisch-deutschen Vergleiche fielen an die Belgier, wobei Huylebroeck/Van
de Voort gegen Seyler/Welge und Borra/Clarys gegen Artut/Meyer-Schlüter mit
jeweils 3:2 siegten. Einzig Bilderl/Köhler konnten diesen Vergleich mit einem
3:2 Erfolg gegen Christyn/Minnebach für sich entscheiden.

Manfred Bilderl und Alexander Köhler
überraschten im Herrendoppel alle und belegten den 2. Platz
Borra/Clarys gewinnen Doppelfinale hauchdünn
gegen Bilderl/Köhler
Im innerdeutschen Halbfinalvergleich setzten sich nach Kampfbetontem Spiel
erneut Bilderl/Köhler durch, diesmal mit 2:1, 0:2 und 2:1 gegen
Leithaus-Diepenseifen/Paul. Im anderen Spiel hatten Borra/Clarys mit zweimal 2:1
das bessere Ende gegen Huylebroeck/van de Voort für sich.
Nachdem Bilderl/Köhler den belgischen Favoriten im Bühnenendspiel das 1. Leg
bereits in 18 Darts abgenommen hatten, checkten sie im zweiten mit einem
116er-Finish zum 21-Darter und hatten das 1. Set gewonnen ohne daß ihre
favorisierten Gegner auf Doppel gekommen wären!
Im 2. Set war es dann genau umgekehrt, denn die beiden Deutschen hatten jeweils
eine dreistellige Restpunkzahl, als die Belgier die beiden Legs in 15 und 12 (!)
Darts gewannen. - Die Belgier gingen dann in Set 3 nach 21 Darts in Führung, was
die Deutschen aber mit einem sehenswerten 14-Darter ausgleichen konnten.
Das allerletzte Leg mußte also entscheiden. Hier waren die Deutschen Vorleger,
und als die Belgier noch 135 Rest hatten traf Alexander Köhler mit seinem
dritten Dart statt die geforderten Tops zum Match die Doppel-1. Die Belgier
stellten sich mit einem 95er-Wurf nun ihrerseits Tops zum Match, doch erst war
noch Manfred Bilderl dran.
Haarscharf verfehlte Manfred die Doppel-19. Auch Dart Nr. 2 ging knapp daneben
und es blieben schließlich 19 Rest. Tanguy und Erik bedankten sich und gewannen
mit einem 21-Darter das beinahe schon verlorene Spiel! Bei diesem besten
Finalspiel des Wochenendes erreichten Tanguy und Erik einen Average von 27.07.
Manfred und Alex hatten 25.27 zu Buche stehen und durften wirklich stolz auf ein
sensationell starkes Turnier sein.

Erik Clarys und Tanguy Borra holten erstmals
den Dortmunder Titel im Herrendoppel
Nur wenige Überraschungen im Damendoppel
Bei den 38 Damendoppeln wurden Heike Ernst und Bianka Strauch, die in den
letzten 3 Jahren jeweils den Doppeltitel gewonnen hatten, auch diesmal ihrer
Favoritenrolle gerecht. Ohne Probleme zog man in das Halbfinale ein und siegte
auch hier gegen die bestens aufgelegten Hamburgerinnen Andres/Pries mit 2:0 und
2:1.
Die Mitfavoritinnen Kamm/Vollbrecht scheiterten dagegen bereits in ihrem ersten
Gruppenspiel überraschend gegen Anja Silies und Steffi Schipp, die dann bis ins
Viertelfinale gelangten und erst dort gegen Andres/Pries unterlagen. Weitere
Überraschungen gab es in den Gruppen nicht.
In den Viertelfinals der unteren Tableauhälfte gewannen Sabine Beutler (Schweiz)
und Marjo Doek (Holland) 3:2 gegen Beushausen/Niederau und Goebel/Zimmermann
setzten sich mit 3:0 gegen die Schweizerinnen Huber/Ott durch. - Auch im
Halbfinale zeigten Goebel/Zimmermann ihre Klasse und siegten 2:0 und 2:1 gegen
Doek/Beutler.

Ein tolles Doppelfinale boten Silke Rollert
und Trixi Zimmermann
den Zuschauern und wurden schließlich Zweite
Ernst/Strauch drehen Finale gegen
Goebel/Zimmermann noch um
Das Endspiel war dann sehr spannend. Goebel/Zimmermann hatten einen Traumstart
und holten das erste Set klar in 23 und 22 Pfeilen. Als die beiden dann mit
starkem Spiel auch noch das 1. Leg im 2. Set in 20 Darts für sich entschieden,
fragte sich bereits der Eine oder Andere, ob es nach vier Jahren die erste
Doppelniederlage für Heike und Bianka in Dortmund geben würde. Doch die beiden
kamen zurück!
Die Recklinghäuserinnen schienen so kurz vor dem Sieg nun plötzlich Nerven zu
bekommen und hielten nun das zuvor sehr hohe Niveau nicht mehr. In 26 und 17
Darts drehten Ernst/Strauch das 2. Set noch um und gewannen anschließend das
dritte in 21 und 33 Darts sogar mit 2:0. Damit blieb man hier auch im vierten
Jahr in Folge ungeschlagen!
Einmal mehr war die WDF/DDV Dortmund Open eine durchweg gelungene Veranstaltung.
Besonders erfreulich war der diesmal zu verzeichnende leichte Teilnehmeranstieg,
der sich nach augenblicklichem Stand der Dinge auch bei der anstehenden
WDF/BDO/DDV German Open in Herne weiter fortsetzen wird.

Zum 4. Mal in Folge gewannen Heike Ernst und
Bianka Strauch das Damendoppel bei der Dortmund Open
(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)
26./27. Januar
2002 WDF Bremen (German Gold Cup):
Martin Adams und Vicky Pruim verteidigten beim WDF German
Gold-Cup in Bremen ihre Titel
Zum 4. Mal fand am 26./27. Januar 2002 mit dem WDF German
Gold-Cup das jüngste der drei deutschen Weltranglistenturniere in Bremen statt.
Zum 3. Mal in Folge gewann der englische Top-Spieler Martin Adams den Titel im
Herreneinzel, diesmal vor dem Hamburger Rüdiger Preuß. Auch bei den Damen konnte
der Titel verteidigt werden, als die Belgierin Vicky Pruim das Endspiel gegen
Trixi Zimmermann gewann. Die Jugendtitel holten im rein holländischen
Jungenfinale Joppe Bakens vor Wesley Daniels und bei den Mädchen Nicole Osthues
vor Nadine Meyenburg. Deutsche Meister im Mixed-Doppel wurden Heike Ernst und
Andreas Kröckel vor Trixi Zimmermann und Colin Rice. Im Finale des Herrendoppels
siegten Seyler/Welge gegen Granz/Lausberg und im Damendoppel waren Ernst/Strauch
gegen Boshuizen/Ten Kate erfolgreich.

Herrensieger Martin Adams empfing die Trophäe
bei der Siegerehrung
aus den Händen des HBDV-Präsidenten Frank Wanders
Ernst/Kröckel holen 4. Mixed-Doppel-Titel
gegen Rice/Zimmermann
Bereits am Freitagabend wurde die internationale Deutsche Meisterschaft im
Mixed-Doppel ausgetragen. Bestes ausländisches Mixed wurde Van Zeben/Brown. Die
beiden besiegten in Runde 1 und 2 mit Viebrock/Köhler und Ruschke/R.Preuß gleich
zwei aussichtsreiche deutsche Zweierteams nacheinander und scheiterten erst im
Viertelfinale mit 1:3 an der Setznummer 1 Heike Ernst und Andreas Kröckel.
Im Viertelfinale setzten sich des weiteren Niederau/Nett genauso mit 3:1 gegen
Heidi Peiks und Jürgen Lechtken durch wie Bedenik/Haaß gegen Gabi Janßen und
Heiko Messnau gewinnen konnten. Besonders knapp war es im letzten Viertelfinale
zwischen Anne Höppner und Andree Welge sowie Trixi Zimmermann und Colin Rice.
Letztere konnten sich 3:2 durchsetzen und das Halbfinale komplettieren.
Im Halbfinale setzten sich Zimmermann/Rice ziemlich deutlich in nur 2 Sets mit
2:1 und 2:0 gegen Bedenik/Haaß durch, während Ernst/Kröckel im anderen Spiel
doch sehr zu kämpfen hatten. Niederau/Nett gewannen den 1. Set mit 2:1, mußten
die beiden nächsten Durchgänge dann aber doch mit 1:2 und 0:2 abgeben.
Auch im abschließenden Endspiel gerieten Ernst/Kröckel nach 1:2 verlorenem 1.
Set in Rückstand, doch Zimmermann/Rice konnten die Führung nicht ins Ziel
bringen. Zwar benötigten Ernst/Kröckel die volle Distanz von 9 Legs zum
Titelgewinn, hielten schließlich aber nach jeweils 2:1 gewonnenem 2. und 3. Set
doch den Siegerpokal in Händen. Es war ihr 4. Titel nach 1993, 1994 und 1996.

Heike Ernst und Andreas Kröckel gewannen am
Freitagabend
in Bremen bereits ihre vierte Deutsche Mixed-Doppel-Meisterschaft
Adams nach Sieg gegen Preuss zum 3. Mal in
Folge Einzelsieger
Zwar war die internationale Beteiligung in Bremen diesmal ein wenig höher als in
den Jahren zuvor, die Gesamtteilnehmerzahl in den Einzeln ging jedoch um 5,7 %
zurück. Die beiden ganz großen Favoriten waren Martin Adams und Mervyn King.
Die deutsche Spitze war fast komplett vertreten und die ersten Vier der
Rangliste hatten wenig Mühe sich durch ihre Gruppen unter die ersten 32 zu
spielen. Eine echte Sensation hatte zuvor der junge Ingo Vogt (Rinteln) mit
einem 3:2 Erfolg gegen den Embassy-Finalisten Mervyn King geschafft.
Wie gut Vogt drauf war zeigt auch die Tatsache, daß er sich schließlich bis ins
Viertelfinale spielte, wo er dann mit 1:2 und 0:2 gegen den Hamburger Rüdiger
Preuß unterlag. Ebenso überraschend wie Vogt erreichte auch Bernhard Blanke aus
Rheine das Viertelfinale. Unter den letzten Acht kam für ihn dann gegen Thomas
Wille mit 1:2 und 0:2 das Aus.
Gut drauf war einmal mehr DDV-Nr. 1 Colin Rice, der im Viertelfinale den
belgischen Embassy-Teilnehmer Erik Clarys mit 2:1, 1:2 und 2:0 ausschaltete.
Martin Adams schließlich komplettierte mit seinem 2:0 und 2:0 Erfolg gegen Tomas
Seyler das Feld der Halbfinalisten. Damit hatte der Engländer in allen 6 Matches
bis dahin kein einziges Leg abgegeben!
Bereits im Halbfinale kam es dann zur Neuauflage des Finales der letzten beiden
Jahre zwischen Martin Adams und Thomas Wille. Und Martins Weste blieb weiterhin
blütenweiß. Er gewann mit zweimal 2:0 in 17, 16, 15 und 17 Darts gegen Thomas.
Während das erste Halbfinale so etwas wie das vorweggenommene Endspiel war,
erreichte das zweite nie das gleiche Niveau. Colin Rice gewann das erste Set mit
2:0 in 21 und 22 Darts gegen Rüdiger Preuß. Doch der Hamburger konnte die Partie
noch drehen und die nächsten 2 Sets in Folge in 19, 20, 18 und 21 Darts mit 2:0
und 2:0 für sich entscheiden.
Anschließend rief Klaus Wagner die Finalisten zum Endspiel auf die Bühne.
Top-Favorit Martin Adams gewann das 1. Set in 17 und 18 Darts gegen einen nicht
mehr so stark wie auf ebener Erde spielenden Rüdiger Preuß.
Der 2. Set war fast eine exakte Kopie des ersten und wieder fuhr ihn Adams mit
zweimal 17 Darts ein. Erst im 3. Set schien Rüdiger wieder so richtig wach zu
werden und stand nach 15 Darts, unter denen nun auch der erste Pfeil auf Doppel
gewesen war, auf 20 Rest.
Doch Martin hatte vorgelegt und checkte auch dieses Leg mit einem 80er-Finish
zum 15-Darter. Auf 42 Rest stehend mußte Rüdiger im 2. Leg dann zusehen, wie
Martin 8 Rest zum 17-Darter - und damit zum erneuten Titelgewinn - dichtmachte.
Daß der Sieg sehr deutlich ausfiel, zeigen auch die Averages von 29.76 für
Martin und 23.92 für Rüdiger. Damit blieb Martin Adams im gesamten
Turnierverlauf bis zum Titelgewinn ohne jeden Legverlust!

Rüdiger Preuß erreichte in Bremen sein erstes
DDV-Einzelfinale
und unterlag dem Titelverteidiger Martin Adams auch England
Trixi Zimmermann unterliegt erst im Finale
gegen Vicky Pruim
Von den 8 deutschen Damen, die gesetzt worden waren, erreichten immerhin 7 die
Runde der letzten 32. Lediglich Gaby Ruschke, die als von wenigen der 138
gemeldeten Damen ein Play-Off-Spiel hatte, mußte dann bereits unter den letzten
128 gegen Beinahe-Nationalspielerin Heike Wader geschlagen geben.
Doch auch die gesetzten Ausländerinnen mußten Federn lassen. Die Holländerin
Karin Krappen unterlag in Runde 3 genauso überraschend wie glatt mit 0:3 gegen
Ex-DDV-Jugend-Nr.1 Rebekka Imping. Karin Krappen teilt sich zur Zeit Platz 6 der
WDF-Weltrangliste mit der Schwedin Kristiina Korpi - und auch die erwischte es
eine Runde später, als sie ebenfalls 0:3 gegen die blendend aufgelegte Trixi
Zimmermann verlor. Auch Mitfavoritin Sandra Pollet aus Belgien schied hier gegen
Silke Goebel aus.
Karin Kempa unterlag im Viertelfinale mit 2:3 gegen Astrid Kamm ausschied. Silke
Goebel verlor hier den deutsch-holländischen Vergleich gegen Kitty Boshuizen mit
1:3 und Vorjarssiegerin Vicky Pruim setzte sich 3:2 gegen Karin ten Kate durch.
Im letzten der 4 Spiele platzte bei Trixi Zimmermann endlich der Knoten, als sie
mit 3:1 gegen Heike Ernst gewann, von der sie in den letzten Monaten immer
wieder in vielen wichtigen Spielen auf dem Weg nach ganz oben gestoppt worden
war.
Die Zuschauer sahen dann zwei recht unterschiedliche Halbfinals, auch wenn beide
mit dem gleichen Ergebnis endeten. Im hochklassigen ersten davon siegte Vicky
Pruim in 18, 20, 21, 22 und 24 Darts mit 2:0 und 2:1 gegen Kitty Boshuizen, der
zu Auftakt des 2. Sets ein 23-Darter gelang.
Im deutlich schwächeren zweiten Spiel holte Trixi Zimmermann Set 1 in 30 und 33
Pfeilen. Auch in Set 2 ging Trixi mit einem 27-Darter in Führung was Astrid Kamm
aber 35 Darts später ausglich. Es war schließlich wieder Trixi Zimmermann, die
das 3. Leg zum 2-0 und 2-1 Sieg in 30 Darts für sich verbuchen konnte.
Das Geschehen im Bühnenfinale wurde dann ganz klar von WDF-Nr. 4 Vicky Pruim
bestimmt. In nur 18 Darts gewann die Belgierin Leg 1. Trixi Zimmermann startete
dann zwar stark in das 2. Leg und schoß sich einen guten Vorsprung heraus, doch
sie traf dann 18 Darts lang ihr Doppel nicht! Auch Vicky verschenkte noch 13
Darts auf Check, bevor sie das Set mit Doppel-1 zum 37-Darter einfuhr.
Sicherlich etwas genervt davon hatte Trixi zu Beginn des 2. Sets noch 120 Rest
als Vicky zum 20-Darter dichtmachte. Im 2. Leg hatte sich Trixi dann gerade auf
Tops runtergespielt, als Vicky 51 Rest zum 26-Darter und damit zum 2:0 und 2:0
Titelgewinn dichtmachte. Dazu genügte Vicky ein Finalaverage von 19.27, während
für Trixi 16.88 Punkte pro Dart zu Buche standen.

Trixi Zimmermann stand beim German Gold-Cup in
ihrem ersten
WDF-Finale und unterlag dort gegen Vicky Pruim ais Belgien
Joppe Bakens und Wesley Daniels im rein
holländischen Jungenfinale
Die Beteiligung an den beiden Jugendturnieren hatte sich diesmal
erfreulicherweise um 11,6 % erhöht. Bei den Jungen gingen 36 Spieler im
Einfach-KO-System an den Start
Der Shooting-Star des Jahres, Michael Stübs aus Karlsruhe, schied im
Achtelfinale 2:3 gegen Wesley Daniels aus, und im Viertelfinale war auch für den
stark ins Turnier gestarteten Berliner DDV-Jugendsprecher Matthias Geier mit 1:3
gegen den Holländer Joppe Bakens Schluß.
Recht schnell beendet war das Halbfinale zwischen Dennis Ohmacht und Wesley
Daniels, das Wesley mit 3:0 gewann. Etwas länger dauerte es da schon zwischen
Mark Mulholland und Joppe Backens. Mark konnte sich beim Stande von 2:2 einige
Matchdarts herausspielen, die er aber vergab - und schließlich doch noch mit 2:3
gegen den Holländer unterlag.
Im Endspiel gewann Wesley Daniels das 1. Leg in 18 Darts, verpaßte aber im
zweiten 13 Pfeile zum Setgewinn. Joppe Bakens machte schließlich zum 30-Darter
dicht und gewann auch Leg 3 in 23 Pfeilen - wieder hatte Wesley 3 Checkdarts
verworfen. Auch Set 2 ging dann in 20 und 22 Darts zum 2:1 und 2:0 Titelgewinn
an Joppe Bakens der einen Average von 22.03 erreichte (Wesley 21.65).

Im rein holländischen Finale der männlichen
Jugend siegte diesmal Joppe Bakens gegen Wesley Daniels
Nicole Osthues gewann bei den Mädchen erneut
gegen Nadine Meyenburg
Die 12 Mädchen ermittelten in der ersten Gruppenrunde die letzten Acht, wobei
sich alle Favoritinnen durchsetzten. Danach wurde in 2 Vierergruppen
weitergespielt, von denen jeweils die Plätze 1 und 2 später im Halbfinale über
Kreuz spielen sollten.
In Gruppe 1 gewann Nicole Osthues souverän alle drei Spiele. Neben ihr kam auch
Yvonne Bliß weiter, die nur gegen Nicole verlor. Die beiden Hamburgerinnen
Jennifer Ristau und Tanja Woltereck mußten ausscheiden.
Auch Gruppe 2 hatte in Nadine Meyenburg eine klare Siegerin, die kein Match
abgab. Platz 2 sicherte sich knapp die Holländerin Paula de Vries, die nur gegen
Nadine unterlag. Auch hier hatten mit Maja Kudlek und Maria Erfurth zwei der so
zahlreich an den Start gegangenen Hamburgerinnen das Nachsehen - das war schon
Pech!
Nicole Osthues setzte sich dann im Halbfinale deutlich mit 3:1 gegen Paula de
Vries durch. Knapper war die andere Partie, welche Nadine Meyenburg mit 3:2
gegen Yvonne Bliß für sich entscheiden konnte. Damit stand die junge Berlinerin
in ihrem erst zweiten DDV-RLT bereits zum 2. Mal im Finale!
Hier hatte sie dann allerdings so gut wie keine Chance gegen die trotz ihrer
erst 15 Jahre bereits sehr turniererfahrene Nicole Osthues. Nicole gewann das
Endspiel in 33, 25 und 32 Darts mit 3:0. Das ergab einen starken Average von
16.70 für Nicole und von 13.02 für Nadine.

Wie schon beim vorangegangenen DDV-RLT in Stade
unterlag
Nadine Meyenburg im Endspiel gegen Nicole Osthues
Seyler/Welge verteidigten Doppeltitel gegen
Granz/Lausberg
Die Favoritenpaare im Herrendoppel, das wie die Jugend am Sonntag stattfand,
kamen fast ausnahmslos aus dem eigenen Land. In den 16 Gruppen gab es so gut wie
keine Überraschungen. Nur das Ausscheiden von Haaß/Kröckel im Boardfinale gegen
die Norddeutschen Böttger/Drieselmann ließ aufhorchen. Vortagsfinalist Rüdiger
Preuß unterlag mit Partner Tony Barlow ebenfalls im Boardfinale gegen die
Recklinghäuser Adams/Skibb.
Sehr gut lief es bei Bernd Hebecker, der zusammen mit Jock Cunningham im
Achtelfinale ein so starkes Doppel wie Jörg Neumann und Marcel Schmidt mit 3:1
ausschaltete. Danach spielten sich Hebi und Jock durch einen bemerkenswerten
Sieg mit 2:1, 0:2 und 2:1 gegen Colin Rice und Volker Backes ins Halbfinale.
Dort trafen die beiden auf die Kombination aus Thomas Granz und Siggi Lausberg
und gewannen Set 1 mit 2:1. Da Hebi und Jock aber die beiden nächsten Sets
jeweils 0:2 verloren, zogen Granz/Lausberg ins Endspiel ein.
In der unteren Tableauhälfte setzten sich die Titelverteidiger Seyler/Welge im
Viertelfinale mit 2:1 und 2:0 gegen die Hessen Bock/Köhler durch und trafen dann
im Halbfinale auf Artut/Meyer-Schlüter, die zuvor mit zweimal 2:1 gegen
Drexelius/Stute gewonnen hatten. Mit zweimal 2:0 siegten Seyler/Welge gegen
Artut/Meyer-Schlüter.
Das Endspiel war ein echter Krimi! Die beiden ersten Sets gingen mit jeweils 2:1
an Granz/Lausberg (19, 20, 21 und 22 Darts), wobei Seyler/Welge ihre beiden Legs
in 20 bzw. 15 Pfeilen geholt hatten. Die beiden Bremer steigerten sich dann und
verkürzten in 18 und 16 Darts auf 1-2 nach Sets, wobei ihre Gegner jeweils über
100 Rest hatten.
Mit einem 15-Darter gingen Granz/Lausberg dann in Set 4 in Führung und man hatte
dann in Leg 2 einen und in Leg 3 drei Matchdarts. Aber man traf in den
entscheidenden Momenten nicht und Seyler/Welge konnten das Set doch noch in 18
und 19 Darts für sich verbuchen.
Das 5. Set wird im Doppel ohne Tie-Breaker gespielt. Wieder gingen
Granz/Lausberg in Führung, diesmal in einem nervösen 27-Dart-Leg. Mit einem
17-Darter glichen die Bremer aus und das allerletzte Leg mußte die Entscheidung
bringen! Hier verfehlten Seyler/Welge nun 4 Matchdarts und Granz/Lausberg
stellten sich Tops. Zwei Darts warfen ihre Gegner dann noch am Doppel vorbei -
doch der dritte traf mitten hinein (24-Darter). Das war der Sieg für
Seyler/Welge (Average 24.53) und eine denkbar knappe Niederlage für
Granz/Lausberg (24.54).

Andree Welge und Tomas Seyler verteidigten
ihren Titel im Herrendoppel am Sonntag hauchdünn
Ernst/Strauch diesmal gegen Boshuizen/Ten Kate
siegreich
Bei den 36 Damendoppeln gab es in den drei ersten Runden kaum Überraschungen.
Allerdings ist die 2:3 Niederlage von Kloes/Schubert in ihrem Auftaktmatch gegen
Frischmuth/Junker (Bremen) durchaus erwähnenswert.
Im Viertelfinale gewannen die Vorjahressiegerinnen Boshuizen/Ten Kate genauso
deutlich mit 3:0 gegen Vortagsfinalistin Trixi Zimmermann und Silke Goebel wie
sich Pichol/Ruschke gegen Frischmuth/Junker durchsetzten.
Die beiden anderen Spiele gingen bedeutend enger mit jeweils 3:2 aus.
Ernst/Strauch gewannen dabei gegen die Bremerinnen Carola Müller und Rita
Schumacher während Diehn/Hundack etwas überraschend gegen Beushausen/Niederau
siegten.
Nachdem man das 1. Leg verloren hatte, holten Ernst/Strauch dann im Halbfinale
die nächsten 4 Legs zum 2:1 und 2:0 Sieg gegen Pichol/Ruschke. Boshuizen/Ten
Kate gewannen das andere Spiel mit 2:0, 1:2 und 2:0 gegen Diehn/Hundack.
In den letzten beiden Jahren hatten im Finale jeweils Boshuizen/Ten Kate gegen
Ernst/Strauch gewonnen - und nun stand man sich erneut gegenüber. Heike und
Bianka gingen mit viel Engagement ins Spiel und das 1. Leg ging denn auch in 25
Darts an die Deutschen, das zweite dann allerdings in 17 Pfeilen an die
Holländerinnen. Ein 88er-Finish zum 24-Darter im 3. Leg brachte dann Heike und
Bianka das 1. Set.
In Set 2 gewannen die Deutschen das 1. Leg in 20 Darts und auch das zweite ging
mit 19 Pfeilen zum Titelgewinn an Heike und Bianka. Ihr Average lag bei 22.24,
während die Holländerinnen 20.84 erreichten.
Der WDF German Gold-Cup war einmal mehr eine gelungene Veranstaltung - kein
Wunder bei so erfahrenen Leuten wie Frank Wanders, Willi Kohlstruk, Klaus
Wagner, Marcus Bial und Connie Meister ... um nur einige wenige zu nennen. Die
ddz bedankt sich an dieser Stelle auch nochmals ausdrücklich für die
vorbildliche Unterstützung vor, während und nach dem Turnier.

Nach zwei 2. Platzen in den letzten beiden
Jahren gewannen
Heike Ernst und Bianka Strauch diesmal das Damendoppel
(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)
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